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Die ehemalige Weinstube in Inning steht schon lange leer. Der Rathauschef will mit der Sanierung beginnen.

Inning: So wird das Jahr 2017

Von wegen ruhiges neues Jahr

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Inning - Das  neue Inninger Rathaus steht, Zeit zum lange Durchschnaufen bleiben Bürgermeister Walter Bleimeier und dem Gemeinderat aber freilich nicht. Die Begehrlichkeiten im Ort sind groß. 

„Das Rathaus hat uns gefordert“, sagt Bürgermeister Walter Bleimaier ganz offen. Aber mit dem Blick durch sein neues Büro schaut er zufrieden dabei aus. Seit Mitte des Monats ist der Erweiterungsbau in Betrieb und gibt Kraft für neue Taten. Davon gibt es im nächsten Jahr viele, auch wenn sie nicht so offensichtlich sind.

Verkehr

Anders als im vergangenen Jahr, als der Bürgerentscheid zur Umgehungsstraße anstand, startet 2017 ruhig. Die Wogen haben sich geglättet, auch der Gemeinderat arbeitet nach diversen Klausurbegegnungen „sehr gut“ zusammen. Dabei ging es auch um Verkehr und Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung. Der Prioritätenkatalog wird nach Ansicht Bleimaiers in diesem Jahr erste Ergebnisse bringen. „Startschuss für die grundhafte Erneuerung der Ortsdurchfahrt ist der Vertrag mit dem Staatlichen Bauamt“, sagt er. Der soll in den nächsten Wochen über die Bühne gehen. „Planung und Fußwege muss die Gemeinde zahlen“, erklärt der Rathauschef. Die Planung braucht Zeit, aber 2019 hofft er, ist Baubeginn.

Gemeindeimmobilie

Das klingt nach einem ansonsten ruhigen Jahr. Aber das beherzte „Nein“, das darauf folgt, macht neugierig. „Das will ich gar nicht, ein ruhiges Jahr“, sagt Bleimaier. Ein Projekt sei die alte Weinstube gleich neben dem Gasthaus Zur Post, das der Gemeinde gehört. „Die Weinstube war damals bei der Post dabei“, erklärt er. Die letzte Inhaberin habe dann den Schriftzug „Ammerseer“ auftragen lassen, der bis heute an der Hauswand zu lesen ist. Aber die Weinstube und das ganze Gebäude stehen seit langem leer. „Wir würden gern mit der Sanierung starten“, sagt Bleimaier. „Man könnte das Dachgeschoss ausbauen, das ist eine riesige Fläche“, weiß er, obwohl er noch nicht oben war. „Da muss man über eine Leiter über die Heizung. Das hab’ ich im Anzug noch nicht gemacht. Und in Jeans war ich noch nicht da“, sagt er lächelnd und schwärmt trotzdem von einem „tollen Raum“.

Das mit dem Dachgeschoss habe nur einen Haken, „das Haus steht unter Denkmalschutz, in erster Linie die Fassade“. Genügend Platzbedarf für gemeindliche Institutionen wäre da. „Die Nachbarschaftshilfe platzt aus allen Nähten. Die sind halt rührig, da werden wir uns etwas überlegen müssen“, weiß Bleimaier. Man müsse auch an die Senioren denken. Vielleicht sei auch Platz für Gastronomie oder Handel, „das müssen wir uns überlegen“. Wohnungen wolle die Gemeinde dort nicht. Der Bürgermeister ist sicher, dass eine Sanierung „einige Hunderttausende“ kostet. Seit vielen Jahren sei halt überhaupt nichts gemacht worden.

Sportplatz

Ein anderes Thema ist die Sportanlage. Auch in der letzen Gemeinderatssitzung dieses Jahres saß wieder ein Besucher in den Reihen, der nach dem Stand der Dinge fragte. Fakt ist, dass ein neuer Platz her muss. Vorgesehen war eine Lösung südlich der Mehrzweckhalle, die an den Grundstücksverhandlungen scheiterte. Neue Pläne gibt es nördlich der Halle, neben der Grundschule – eigentlich auf der ehemals als Umgehung vorgesehenen Trasse. Aber auch in diesem Fall laufen noch schwierige Grundstücksverhandlungen mit drei Eigentümern, obwohl Bleimaier diesmal zuversichtlich ist. „Ich hoffe, Mitte nächsten Jahres ist das erledigt.“ Die Planung laufe parallel, der Änderungsbeschluss für den bestehenden Bebauungsplan ist auch schon gefasst.

Gewünscht wird ein Fußballplatz und ein Gebäude mit Lager, Duschen, Versammlungsraum – eine Mehrfachnutzung, bei der auch die Musikschule berücksichtigt werden könnte, die dringend Räume brauche. „Da können die im Keller dann trommeln so laut sie wollen und stören nicht“, meint Bleimaier. Auch dieser Wunsch ist nicht billig. Der Bürgermeister rechnet mit ein bis zwei Millionen Euro Kosten.

Straßenbau

Gebaut werden in Inning 2017 nur Straßen. Wie berichtet, gibt es eine Prioritätenliste, auf der der Bacherner Weg an der Reihe wäre. „Da bauchen wir länger für die Planung“, so Bleimaier. Deshalb werde die Salzstraße vorgezogen.

Gerne würde Bleimaier auch in Stegen einiges ändern. „Außerhalb des Parkplatzes wünschte ich mir Stegen autofrei.“ Um die Verkehrssituation zu entflechten gibt es sogar konkrete Pläne, die in vier Bauabschnitten umzusetzen wären. Durchgegrünte Parkflächen zum Beispiel. Anfang des Jahres waren die Maßnahmen vorgestellt worden. Bleimaier hofft, 2017 beginnen zu können. „Das wird interessant, äußerst schwierig, aber interessant. Stegen würde unheimlich profitieren. Was natürlich den Nachteil hat, dass noch mehr Leute kommen.“ Dieses Risiko würde er eingehen.

Herausforderung

Und noch eine Herausforderung wartet, wenn auch ganz anderer Art: Beim Landkreislauf, der 2017 in Inning durchgeführt wird, läuft Bleimaier mit. „Ich starte im Winter mit dem Training. Meine Frau lässt mir keine Ruhe.“ Dazu muss man wissen, dass Heidi Bleimaier äußerst sportlich unterwegs ist und Bleimaier einst viel Tennis gespielt hat. „Jetzt mache ich fast nichts mehr. Aber der Landkreislauf 2017 ist eine feste Größe.“

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