1:0 für die Lederhosen-Volleyballer: Der TSV Herrsching jubelte über den ersten Sieg im Pre-Playoff. Foto: jaksch

Volleyball

Vorteil Herrsching im Pre-Playoff

Herrsching - Herrschings Bundesliga-Volleyballer stehen kurz dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte: Sie haben ihr erstes Pre-Playoff gegen Rottenburg gewonnen.

Die Bundesliga-Volleyballer des TSV Herrsching stehen kurz dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Das Team von Coach Max Hauser schlug am Donnerstagabend den TV Rottenburg mit 3:0 (25:16, 25:22, 25:20). Bereits am Samstagabend, 19.30 Uhr (live bei sportdeutschland.tv) steigt das Rückspiel. Siegen Herrschings Volleyballer auch dann gegen den TV Rottenburg, rücken sie ins Viertelfinale (gegen Friedrichshafen) auf. Verlieren sie, käme es am Donnerstag zum finalen Showdown in der Nikolaushalle.

„Abgesehen von zwei kleineren Schwächephasen war es ein souveräner Sieg“, zeigte sich Hauser zufrieden. „Wir haben sehr konzentriert gespielt. Der Matchplan wurde umgesetzt.“ Rottenburgs Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger musste zum dritten Mal in dieser Saison die Überlegenheit des TSV Herrsching anerkennen, gab sich aber für das Rückspiel zuversichtlich („Ich bin zu hundert Prozent sicher, dass wir gewinnen“). Hauser würde gern auf ein Entscheidungsspiel verzichten. „Ich war noch nie im Viertelfinale, ich will da unbedingt hin. Für den TSV Herrsching wäre das ein historischer Erfolg.“ Auch seine Spieler, die noch nie im Viertelfinale gestanden hatten, will er entsprechend impfen. Und die, die schon mal in einem Viertelfinale standen? „Denen sag ich, dass sie noch nie eine Pre-Playoff-Serie gewonnen haben.“

Etwas überrascht zeigte sich der 32-jährige Übungsleiter von der mageren Zuschauerkulisse. Gerade mal 600 Fans fanden den Weg in die Nikolaushalle. Auch die üblichen Klatschpappen gab es diesmal nicht. Von daher war die Stimmung nicht ganz so euphorisch wie sonst. Hauser geht aber davon aus, dass es im nächsten Heimspiel wieder besser wird.

„Im Rückspiel müssen wir heißer an das Spiel rangehen“, sagte Kapitän Patrick Steuerwald, der zum neunten Mal zum wertvollsten Mann gekürt wurde. Dem Nationalspieler hatte etwas Feuer gefehlt. „Klar ist, Rottenburg wird daheim nicht so auftreten wie heute hier.“ Auch Hauser erwartet in der Tübinger Paul-Horn-Arena „deutlich mehr Gegenwehr. Es wird auf jeden Fall unangenehmer.“

TSV Herrsching gegen Rottenburg

Von Beginn an riss Herrsching die Partie an sich. Zur ersten technischen Auszeit führten die Hausherren mit 8:4. Es folgte die erste kleine Schwächephase, in der Rottenburg bis auf 11:10 verkürzen konnte. Danach gab Herrsching wieder Gas und zog unaufhaltsam davon. Nach 20 Minuten verwandelte Julius Höfer den ersten Satzball zum 25:16. Durchgang zwei ging mit 25:22 an Herrsching. Schier unaufhaltsam präsentierte sich Daniel Malescha, der insgesamt für zehn Punkte verantwortlich zeichnete. Insgesamt erzielte der Diagonalangreifer 21 Punkte. Als der TSV die ersten drei Satzbälle verschluderte, war es Patrick Steuerwald höchstpersönlich, der mit einem gefühlvollen Lob für den Satzgewinn sorgte.

Im dritten Satz zog Herrsching schnell davon (6:2), einige Aufschlagfehler und Blocks später hieß es plötzlich 8:9. Der Gastgeber zeigte sich allerdings nur kurzzeitig verunsichert und legte wieder eine Schippe drauf. Mit einem humorlosen Schmetterball schraubte Peter Ondrovic schließlich zum 25:20 den Deckel auf die Partie. Wiedersehen am Samstag.

Dirk Schiffner

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