Waldkreuzung: Gauting lenkt ein

Gauting - Überraschung im Gemeinderat: Beim geplanten Umbau der Waldkreuzung lenkt das Gautinger Gremium ein. Mit 19 zu fünf Stimmen befürworteten die Räte einen Kreisel mit so genanntem Bypass.

Kreisstadt, Staatliches Bauamt und Landkreis hatten sich bereits für diese Variante 1b ausgesprochen. Diese sieht einen Kreisel mit so genanntem Bypass vor, auf dem der Verkehr von Gilching kommend ohne Stopp Richtung Hadorf und damit Richtung Starnberger Westumfahrung geführt werden soll.

Vergeblich hatte Prof. Jürgen Schade noch eine Kehrtwende versucht. Wie von der Rathausverwaltung empfohlen, plädierte der Grünen-Fraktionssprecher für einen Kreisel, aber ohne Bypass. In der Variante 1b würde der Verkehr mit 100 km/h über den Bypass rollen, erklärte Schade. Dieser Effekt widerspreche der geschwindigkeitsreduzierenden Funktion eines Kreisverkehrs. Zudem kritisierte er den Flächenverbrauch. Für die Bypass-Strecke müssten 17 Hektar Wald geschlagen werden. Hauptsorge des Grünen: Solange der Starnberger Tunnel nicht gebaut sei, fließe über die geplante Westumfahrung künftig vermehrt Verkehr vom Kreisel durchs Würmtal.

Sinn des Kreisels mit Bypass sei, dass der Verkehr eben nicht durch Königswiesen fließt, berief sich Stephan Ebner (CSU) auf eine Stellungnahme von Stephanie Kürmeier-Beyl vom Staatlichen Bauamt. „Das ist eine hochgefährliche Kreuzung“, erinnerte CSU-Fraktionssprecherin Eva-Maria Klinger an die Dringlichkeit des Umbaus. Es sollte zügig die Kreisel-Planung mit Bypass umgesetzt werden. Dies sah auch die Ratsmehrheit so und sprach sich für die Variante 1b aus. Die Grünen-Fraktion und Christiane Lüst (ÖDP) stimmten dagegen.

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