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Freuen sich zur Eröffnung der Wanderausstellung in Herrsching: Thomas Vogl, Guido Masny, Martin Becker und Alexander Härtl.

40 Jahre Isar-Lech-Würm Werkstätten

Wanderausstellung zum Jubiläum

Herrsching - Die Isar-Lech-Würm Werkstätten sind das, was man gelebte Inklusion nennt. An ihren drei Standorten finden Menschen mit Behinderung eine Aufgabe, die ihren Alltag erfüllt - und dies seit 40 Jahren. In Herrsching wurde in der VR Bank eine Wanderausstellung zum Jubiläum eröffnet. 

Seit 40 Jahren steht „Isar-Würm-Lech“, kurz IWL, für gelebte Inklusion in der Arbeitswelt. Im Mittelpunkt der „Werkstätten für Menschen mit Behinderungen“: der Mensch. Eine dieser Einrichtungen begindet sich in Machtlfing. Um den Menschen dreht sich auch alles in der Wanderausstellung „Menschen stark machen“, die aus Anlass des Jubiläums in der gut besuchten VR Bank Herrsching nun eröffnet wurde.

Adrett gekleidete Männer und Frauen des IWL-Caterers „Iwentcasino“ servieren Häppchen und Getränke. „Möchten sie etwas essen“, fragt Guido Masny und senkt das Tablett, damit der Besucher besser nach einem der verlockenden Köstlichkeiten greifen kann. Dabei strahlt der 47-Jährige. Es steht außer Frage: Sein Job macht ihm Spaß. Das Herz der Ausstellung sind die Portraits der IWL-Mitarbeiter. Und Masny ist einer von 39 Mitwirkenden, die unter anderem die Frage „Was bedeutet für mich Arbeit?“ beantworten.

„Eine sinnvolle Tagesstruktur, wo man etwas mitgestalten kann“, sagt der Mann vom „Iwentcasino“. Kollegin Stephanie Piechler sieht darin eine „Weiterentwicklung, Tagesstruktur, Selbstwert und die Zusammenarbeit mit Kollegen“. Oder Gunnar Happach, für den die tägliche Arbeit unter anderem bedeutet, „dass man nicht den ganzen Tag zu Hause ist“.

Martin Becker, Geschäftsführer der Gesellschaft mit Sitz in Landsberg, fasst die Aussagen zusammen: „Morgens aufstehen mit einem Ziel im Leben. Die Bedürfnisse sind identisch mit denen der Nichtbehinderten.“ In der Werkstatt und in der Gastronomie werden Menschen mit einer geistigen Behinderung oder psychischen Erkrankung und per Definition „100 Prozent erwerbsbehindert“ beruflich qualifiziert, erklärt Pressesprecher Stephan Wieser. Sie schaffen hochwertige, innovative Produkte wie die Sitzverstellung des neuen Tessla oder den Handbremshebel der G-Klasse von Mercedes. Auch Möbelstücke der Eigenmarke IWELO sind im Foyer der Herrschinger Bank-Filiale ausgestellt.

„Das ist keine Ausstellung, sondern eine Leistungsschau“, zeigt sich Thomas Vogl beeindruckt. Die Exponate könnten sich mit anderen Produkten in Sachen „Innovation und Qualität“ messen, findet der Vorstand der VR Bank Herrsching. Die IWL sei eine Brücke. „Das hat aber auch einen trennenden Charakter.“ Er würde sich wünschen, dass zum 50. Geburtstag der IWL keine Brücke zwischen Menschen mit und ohne Behinderung mehr notwendig sei.

Becker schloss die Eröffnung mit der Feststellung, dass der Betrieb sich seit 1976 in ein „mittelständisches Unternehmen mit mehr als 720 Mitarbeitern an drei Standorten“ entwickelte – und der Zuversicht, dass es IWL auch in 40 Jahren noch geben wird. „Ich freue mich drauf.“ Die Wanderausstellung „Menschen stark machen“ ist noch bis zum 18. März in der VR-Bank Herrsching zu sehen. Vom 6. bis zum 24. Juni ist sie dann im Landratsamt Starnberg aufgebaut.

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