Wangener Löschweiher

„Ich muss die Bombe wegbringen“

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Wangen – Beim Säubern taucht eine Granate im Wangener Löschweiher auf. Eine Gefahr bestand nicht.

71 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs sind Relikte aus der Kriegszeit selten geworden. Am Freitagvormittag tauchte eine Handgranate im Wangener Löschweiher auf, der während der vergangenen Tage ausgebaggert und abgelassen wurde. Mitarbeiter der damit beauftragten Firma hatten die Polizei gerufen, als sie das Objekt im Schlamm fanden. „Das war der Rest einer Handgranate“, sagte Starnbergs Vizepolizeichef Kai Motschmann. „Ob sie scharf war, wissen wir nicht. Womöglich ja.“ Die Arbeiter hatten sie aus dem Schlamm geholt und neben den Weiher gelegt. Die Bergung der Handgranate verlief unspektakulär. 

Unter den Augen einiger Nachbarn, der Polizei und der Presse sammelte ein Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes Ingolstadt die Munition ein und brauste mit ihr davon. Details wollte der Experte nicht nennen: „Ich muss die Bombe nach Ingolstadt bringen“, rief er den Pressevertretern aus dem offenen Fenster seines Kleinbusses zu, dann war er weg. In Panik war niemand. „Ich würde jetzt barfuß durch den Schlamm gehen, ich bin überzeugt, da ist nichts mehr drin“, sagte der Eigentümer des Löschweihers. Zuletzt sei der Weiher 1994 ausgebaggert worden. Damals sei kaum Müll im Weiher gewesen, diesmal schon. „Es war sehr viel, vom alten Radllenker über Flaschen, verkorkte Flaschen, Medizinfläschchen bis zu alten Handys.

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