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Großbaustelle Wasserpark: Kommenden Herbst soll das von Grund auf umgebaute Prestigeobjekt wieder fertig sein – mit Bädern, Saunalandschaft inklusive Saunahütten am See und komplett neuer Gastronomie.  

Stadtrat Starnberg

Aus dem Wasserpark wird das Seebad

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Starnberg - Die Entscheidung war denkbar knapp: Mit einer Stimme Mehrheit hat der Stadtrat am Montagabend entschieden, dem Wasserpark zur Wiedereröffnung einen neuen Namen zu verpassen.

Der Wasserpark ist tot – es lebe das Seebad. So lässt sich die Entscheidung des Stadtrats am kürzesten zusammenfassen. Mehr als 200 Namensvorschläge sind nach dem öffentlichen Aufruf im Sommer bei der Stadtverwaltung eingegangen. Fünf davon hatte eine Jury um Bürgermeisterin Eva John und den Vorstand der Bad Reichenhaller Werbeagentur makrohaus crossmedia, Niclas Schubert, in die engere Auswahl genommen: Würmseebad, Seeperle Starnberg, STAVITA, Wasserzeit Starnberg und Seebad Starnberg.

Für die Stadträte war relativ schnell klar: Wenn ein neuer Name, dann Seebad Starnberg. Aber: Braucht es überhaupt einen neuen Namen? Diese Frage warf als Erster der 3. Bürgermeister Dr. Klaus Rieskamp von der BLS auf. Wasserpark sei im Laufe der Jahrzehnte zu einem Begriff mit hoher Bekanntheit geworden, sagte er und forderte, alles beim Alten zu lassen. Ähnlich äußerte sich CSU-Stadtrat Gerd Weger: „Wir haben einen Bürgerpark – und wir haben einen Wasserpark, der seit 33 Jahren weit über Starnberg hinaus einen guten Namen hat“, sagte er. Patrick Janik (UWG) fühlte sich beim Begriff „Seebad“ sogar eher an die Ostsee verfrachtet als nach Starnberg.

Selbst für Werbefachmann Schubert ist „Wasserpark“ kein schlechter Begriff: „Die Kommunikation wird auch damit funktionieren“, sagte er – gab aber zu bedenken: „Es wird länger dauern, bis klar ist, dass der Wasserpark etwas Neues ist.“ Und genau das wolle er im Großraum München aber publik machen. „Sie haben nach dem Umbau ein neues Produkt“, betonte er.

Vor allem Iris Ziebarth (FDP) und Josef Pfister (BMS) sprachen sich deswegen auch für einen neuen Namen aus. Wenn man 19 Millionen Euro für ein neues Projekt ausgebe, dürfe man sich auch trauen, einen neuen Namen zu verwenden, sagte Pfister. WPS, Grüne, BMS, FDP und SPD stimmten schließlich dafür – für den Begriff „Seebad Starnberg“ votierte am Ende auch die CSU.

Nach einer etwa zweijährigen Bauphase soll der Wasserpark, pardon: das Seebad im Herbst 2017 wieder in Betrieb gehen. Dann unter seinem neuen Namen, den Agentur-Chef Schubert so umschreibt: „Zeitlos und klassisch.“

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