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Fast 19 Prozent mehr

Wasser in Pöcking soll deutlich teurer werden

Pöcking - Die Bewohner der Gemeinde Pöcking müssen sich kommendes Jahr auf deutlich steigende Wasserpreise und Herstellungsbeiträge einstellen.

Zwar steht das entscheidende Gemeinderatsvotum noch aus, aber der Haupt- und Finanzausschuss brachte die Vorlage am Dienstagabend einstimmig auf den Weg. Extra dazu hatte sich der Rat Experten ins Haus geholt. Laif Pelz vom Büro Dr. Percher & Partner in München rechnete den anwesenden Ausschussmitgliedern vor, dass der bisher erhobene Wasserpreis von 1,39 Euro pro Kubikmeter „politisch motiviert, aber nicht kostendeckend“ gewesen sei. Tatsächlich hätte man bereits vor fünf Jahren einen Wasserpreis von 1,59 Euro beschließen müssen, um die tatsächlich entstehenden Kosten abzudecken. In den vergangenen fünf Jahren habe es weitere Preissteigerungen gegeben, weswegen ab dem 1. Januar nun 1,65 Euro pro Kubikmeter Trinkwasser zu entrichten sein werden, so Pelz. Vorausgesetzt, der Gemeinderat stimmt dem in seiner nächsten Sitzung am 17. Dezember zu. Dann soll auch die neue Grundgebühr beschlossen werden. Für den Wasserzähler eines durchschnittlichen Einfamilienhauses würden dann 2 Euro pro Monat fällig. Die Belastungen für „Kleinabnehmer“ wie die klassische vierköpfige Familie in einem Einfamilienhaus sollen sich in Grenzen halten, wurde versprochen. Habe diese bislang bei einem jährlichen Verbrauch von 130 Kubikmetern 202 Euro pro Jahr an Wassergeld bezahlt, würden es ab 2016 dann 239 Euro, rechnete Laif Pelz vor. Einen kräftigen Nachschlag sieht die Satzung auch bei den Herstellungsbeiträgen vor. Die werden nur einmal fällig – etwa wenn ein neu gebautes Haus erstmals an das Wassernetz angeschlossen wird. Mussten dafür bislang 2,94 Euro pro Quadratmeter Geschossfläche und 59 Cent für den Quadratmeter Grundstücksfläche entrichtet werden, wird es jetzt teuer. 4,52 Euro pro Quadratmeter Geschossfläche werden ab 1. Januar fällig. „Damit werden die tatsächlich anfallenden Kosten gedeckt. Und die Pöckinger haben Planungssicherheit – die Wasserpreise bleiben bis 2019 dann stabil“, meinte der Experte aus München im Rat. Vorausgesetzt, der Wasserverbrauch bleibe halbwegs stabil. Zudem liege Pöcking auch im Vergleich zu den umliegenden Gemeinden mit den neuen Gebühren immer noch im Mittelfeld.

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