Kartellvorwürfe: Durchsuchungen bei BMW in München

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Ab Mitte April wieder geöffnet: Roman Valo übernimmt das Traditionsgasthaus Haller in Buchendorf. Fotos: Andrea Jaksch

Wirte wechseln

Gauting/Buchendorf - Seit Freitag hat das „El Diablo“ in Gauting zu. In Buchendorf übergab Wirtin Michaela Pijahn das Gasthaus Haller ihrem Nachfolger Roman Valo.

Das Laufband der Leuchtreklame ist abmontiert, der Biergarten verwaist. Seit gestern hat das Gautinger „El Diablo“ im historischen Gasthof Zur Post an der Münchener Straße zu. Die Brauerei suche einen neuen Pächter, versichert Miteigentümer Rudolf Haller. In Buchendorf übergab wiederum Wirtin Michaela Pijahn das geräumte Gasthaus Haller ihrem Nachfolger Roman Valo. Der bisherige Leiter der „Vier Jahreszeiten“ im Buchendorfer Gartencenter Kiefl wird Mitte des Monats wieder eröffnen.

Bis ins 19. Jahrhundert reicht die Tradition des Gasthofs Zur Post. 1896 kaufte Kolonie-Grüner Georg Hiltl den „Unteren Wirt“ von Gauting samt königlicher Posthalter-Station, schreibt Ortschronist Karl Mayr. Seither ist das Gasthaus auf der Ostseite der Würmbrücke in Familienbesitz. In den 1960er-Jahren gab es sogar noch ein Kino, sagt Haller. Fast ein Vierteljahrhundert war der „Wienerwald“ drin.

Nach der Renovierung gab es ständige Pächterwechsel: Auf das „Bürgers“ folgten das „Steiger“, das „Spitz“ und das „Stammhaus“. 2014 übernahm Klaus Oeding das an Löwenbräu verpachtete Lokal als weitere „Diablo“-Filiale. Oeding betreibt gleichnamige Lokale in Lochham, Gilching und Germering und war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Laut Haller sind vor allem „die steigenden Betriebs- und Personalkosten“ ein großes Problem in der Gastronomie. In der ehemaligen „Post“ entstünden allein Energie- und Nebenkosten für etwa 350 m² Fläche. Als erfahrenem Gastronom sei Oeding klar gewesen, welchen Pachtvertrag er mit der Brauerei unterschrieb. Grundsätzlich sei das mexikanische Lokal eigentlich gut gelaufen, sagt Haller.

„Immer schlechter“ liefen indes die Geschäfte im Buchendorfer Gasthaus Haller. „Deshalb ist die Brauerei dort ausgestiegen“, bedauert Rudolf Haller. Nach sechs Jahren hat Wirtin Michael Pijahn am Freitagvormittag an Roman Valo übergeben. Die gemütliche Bauernstuben-Einrichtung des „Wuiderer Stüberls“ hat die Wirtin ihrem Nachfolger überlassen.

1858 verkaufte Anton Haller, der letzte Landwirt der Hofmark Königswiesen, seinen dortigen Lehenshof samt Jagdschloss dem Grafen von Bassenheim. Im Gegenzug erwarben die Ururgroßeltern des heutigen Eigentümers und Bürgermeistersohns Rudolf Haller 1864 in Buchendorf das Haus „Nummer 24 mit Wirtschaft“ von der Familie Jägerhuber. Letztere waren Vorfahren des Druckereibesitzers in Starnberg. cc

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