Hahn im Korb, aber nicht mehr lange: Andreas Lindig mit seiner Nachfolgerin Rosemarie Müller (l.), der pädagogischen Leiter des Linderzentrums, Susanne Oed, und Sabine Petsch (r.), Leiterin der „Flamingo-Gruppe“.

Lindig gibt Stab ab

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Herrsching - Andreas Lindig gibt nach drei Jahren aus persönlichen Gründen sein Amt als Kirchenpfleger ab. Er hat das Bauprojekt KinderZentrum durch schwere See gesteuert wie vor ihm Josef Heiss. Kurz vor der Fertigsellung der "Baustelle" gibt er sein Amt ab.

Die Pfarreiengemeinschaft Herrsching-Breitbrunn-Widdersberg startet neu durch – nicht nur mit dem neuen Pfarrer Simon Rapp und der neuen Gemeindereferentin Cornelia Kraus, die im September eingeführt wurden. Nun auch mit einer neuen Kirchenpflegerin. Rosemarie Müller übernimmt ab Februar die Geschäfte von Andreas Lindig.

Das Kinderzentrum St. Nikolaus, das mit Krippe, Kindergarten und Hort mittlerweile knapp 200 Kinder in Herrsching betreut, konnte nun auch den Anbau für die vierten Kindergartengruppe eröffnen. Zuerst war es Kirchenpfleger Josef Heiss, der sich mit Herzblut in den Erhalt des Pfarrzentrums und in die Entstehung der neuen Einrichtung stürzte, nach ihm übernahm Andreas Lindig die schwierige Aufgabe. „Es war etwas mehr als gedacht“, gibt der 50-jährige Lindig offen zu.

Drei aufregende Jahre liegen seitdem zurück. Planungsmängel und ein Architektenwechsel waren der Anlass, dass die 25 Kinder starke „Flamingo-Gruppe“ des Kindergartens eine längere Zeit provisorisch untergebracht werden musste. Nach den Weihnachtsferien wurde der Anbau nunmehr seiner Bestimmung übergeben. Susanne Oed, pädagogische Leitung, und Sabine Petsch, Erzieherin und Leiterin der „Flamingo-Gruppe“, freuen sich über die neuen Räume, deren Fertigstellung den funktionellen Abschluss der Erweiterung und des Umbaus des Kinder,- Jugend- und Pfarrzentrums am Mitterweg darstellt.

Lindig hatte im Januar 2013 die Herausforderung angenommen, das mit einem Baustopp in Schieflage geratene Bauprojekt Pfarrzentrum wieder flott zu machen. Zum 31. Januar legt er nun seine Ämter als Kirchenpfleger sowohl in Herrsching als auch in Breitbrunn aus persönlichen Gründen nieder. Seine Frau Michaela, über einige Jahre Mitarbeiterin in der Pfarrei in Herrsching zog sich schon im vergangenen Jahr zurück, auch aus der Jugendarbeit in Breitbrunn, die sie im neuen „Würfel“ an der Heilig-Geist-Kirche so engagiert angestoßen hatte.

Das Amt der Kirchenpflegerin in Herrsching übernimmt Rosemarie Müller, die bisherige Stellvertreterin Lindigs, die sich auf ein gutes Teamwork in Herrsching verlassen kann. Bis zum endgültigen Abschluss der Arbeiten am Pfarrzentrum hat der Fachmann Lindig ihr auch versprochen, diese zu begleiten. „Es sind noch ein paar Sachen zu tun“, sagt er.

„Nur unter dieser Voraussetzung werde ich das Amt auch annehmen“, versichert Rosemarie Müller. Die 51-jährige Lehrerin und Mutter zweier Kinder begleitet die Arbeit seit drei Jahren als Stellvertreterin Lindigs. Seit 14 Jahren lebt die Passauerin mit ihrer Familie am Ammersee. Sie freut sich auf die Arbeit mit einem eingespielten Team, das ihr nach drei Jahren vertraut ist. Und sie wird sich wieder auf die originären Aufgaben eines Kirchenpflegers konzentrieren können, auf Finanzen, den Kindergarten und die Liegenschaften fernab einer Baustelle. „Darin hat sich unsere Zusammenarbeit schon bewährt.“ Und unter den komplett neuen Voraussetzungen in Herrsching ist vieles möglich.

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