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Zahlreiche Teilnehmer: 120 Pferde, darunter auch einige Ponys, segnete Pfarrer Pjotr Wandachowicz (r.) am zweiten Weihnachtstag in Mörlbach.

Stephaniritte locken mehr Teilnehmer

Starnberg - Die Teilnahmezahlen bei den Stephaniritten sind heuer deutlich angestiegen. In Mörlbach wie auch in Machtlfing.

120 Pferde bewegten sich am zweiten Weihnachtsfeiertag durch den Berger Ortsteil Mörlbach. Damit knüpft die Zahl der gesegneten Pferde wieder an alte Traditionen an. In den vergangenen beiden Jahren hatte es wie berichtet mit 73 und 69 teilnehmenden Pferden einen kräftigen Durchhänger gegeben.

Zwar herrschte bei fast frühlingshaften Temperaturen und strahlendem Sonnenschein heuer nicht gerade Weihnachtsstimmung. Aber: „Diesmal zählen Ausreden wie Schneesturm oder Glatteis nicht“, stellte ein Zaungast süffisant fest, als die Pferde und ihre Reiter oder Besitzer auftauchten. Schließlich reihten sich weit über 100 Rösser hinter den Kreuzträgern ein. Diesmal übernahm Pfarrer Pjotr Wandachowicz das Segnen. Pfarrer Anton Fürstenberger, der ihn im vergangenen Jahr vertreten hatte, schaute sich die Zeremonie als Zaungast an.

Traditionsgemäß holte Wandachowicz, der selbst auf einem Pferd unterwegs war, die Teilnehmer mit einem Gebet am Mentlweg nördlich von Mörlbach ab. Dann ging es zur Dorfmitte, wo der Geistliche absaß und mit Weihwasser und Weihrauch den vorbeiziehenden Pferden den Stephanisegen erteilte.

Den Reitern dreier prächtig herausgeputzter Kaltblüter rief Wandachowicz zu: „Von wo kommt ihr denn?“ Die drei dürften wohl zu den am weitesten angereisten gehören – sie kamen aus Waakirchen (Kreis Miesbach). Zwei Mädchen, die ihre Ponys am Halfter führten, winkte der Pfarrer zu sich heran und wechselte mit ihnen einige Worte.

Angesichts der geringen Teilnahme der vergangenen Jahre dankte der Geistliche allen Reitern, Pferdebesitzern und Zuschauern und lud alle zum Lagerfeuer ein, über dem Glühwein dampfte. Doch als Wandachowicz das sagte, war der Umritt noch nicht beendet. Es war lediglich eine Lücke entstanden. Und so verlangte der Pfarrer eilig von seinen Ministranten erneut das Weihrauchfässchen und setzte seinen Segen fort, bevor sich dann tatsächlich alle am Lagerfeuer trafen.

Vielleicht lag’s an der einladenden Witterung, dass auch im Andechser Ortsteil Machtlfing heuer am zweiten Feiertag mehr Reiter und Pferde unterwegs waren, um sich den Stephani-Segen abzuholen. Etwa ein Dutzend Teilnehmer ritten durch den Ort und wurden von Benediktiner-Mönch Anno Bönsch gesegnet.

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