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In Weßlings Hauptstraße gibt es oft kein Durchkommen. 

Verkehr 

Mit 112 Sachen rein in den Ort 

Weßling - Weßling erstickt im Durchgangsverkehr. Bürger haben die Fahrzeuge jetzt gezählt. Es sind 100 000 wöchentlich. 

Dass Weßlings Staatsstraße stark befahren ist, ist nichts Neues. Wie stark, dokumentierten in der jüngsten Sitzung Mitglieder der Weßlinger Mobilitätswende, die im vergangenen Herbst an der Hauptstraße vor dem „Hotel zur Post“ und dem Geschäft „Hof Art“ am Ortsausgang den Durchgangsverkehr gezählt haben. Dabei kamen stattliche Zahlen zusammen. 

Wöchentlich passieren die genannten Stellen mehr als 100 000 Fahrzeuge – davon sind 2400 beziehungsweise 2600 Lastwagen. Leicht verfälscht könnten die Zahlen der Fahrzeuge von Herrsching kommend sein, warfen Victor Angerbauer und Thomas Ostermair (Freie Wähler) ein. So nutzt der eine oder andere bei Stau Schleichwege am Bahnhof entlang. Außerdem erfasste das Gerät nur die Kraftfahrzeuge, die schneller als acht Stundenkilometer fuhren – und die dort platzierte Fußgängerampel drosselt das Tempo herunter.

Das geliehene Verkehrserfassungsgerät der Marke „Sierzega SR4“ kontrollierte ganz nebenbei noch die Geschwindigkeit. Anonym, versteht sich. Die Auswertung zeigte laut Dr. Gerhard Hippmann von der Mobilitätswende durchaus gemäßigte 41 (Hotel zur Post) beziehungsweise 47 Stundenkilometer (Hof Art). Nichtsdestotrotz drückte der eine oder andere beim Durchfahren so richtig auf die Tube und erreichte aus Gilching kommend sogar einen Spitzenwert von 112 Stundenkilometern. Ebenso zeigt die Zählung, dass in Weßlings Osten häufiger gerast wird als im Westen. 

Im Zuge dessen hatte sich die Bürgerinitiative mit Maßnahmen, „die wenig oder gar nichts kosten“ zur Verkehrsberuhigung Gedanken gemacht. Auf der Liste stehen unter anderem auf Tempo 30 gedrosselte, verkehrsberuhigten Bereiche in Wohngebieten. Nicht nur mit dieser Forderung rannte Hippmann im Gremium offene Türen ein. Die Anträge für 30er-Zonen stellte Bürgermeister Michael Muther allerdings noch zurück, bis die diesbezüglich laufenden Urteile gegen oder für das Tempolimit gesprochen sind. „Danach gehe ich das an.“ Claus Angerbauer (SPD) gab noch zu bedenken, dass „alte Gewohnheiten nicht von heute auf morgen abgeschüttelt werden können“ und verwies darauf, „dass eine erfolgreiche Verkehrsberuhigung den freiwilligen Einsatz der Bürger fordert“.

mk

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