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Mit ihrem siebten Jugendbuch ist Anja Janotta jetzt vorstellig geworden, der Titel: Meine Checkliste zum Verlieben. 

Neuer Jugendroman

Der Kinderbuchautorin siebter Streich

Kinder- und Jugendbücher sind ihre Passion. Nun hat die Autorin Anja Janotta aus Weßling mit „Meine Checkliste zum Verlieben“ einen neuen Jugendroman vorgelegt – Buch Nummer sieben dreht sich 36 Fragen.

Weßling Buben wollen Ritter oder Pilot werden. Mädchen lieber Prinzessin oder Popstar. Anja Janotta träumte von einer Zukunft als Kinderbuchautorin. Brotlose Kunst, argumentierten die Eltern erschrocken. Also studierte die Weßlingerin Diplom-Journalistik – und veröffentlicht seit 2015 Kinder- und Jugendbücher, die teilweise als Hörbücher erschienen und ins Italienische, Slowakische und Tschechische übersetzt wurden. Mit „Meine Checkliste zum Verlieben“ ist jetzt ihr siebtes Werk auf dem Markt.

„Manchmal muss man seinem Glück in den Hintern treten. Ich bin jetzt schon über 13 Jahre alt und nicht einmal der Spiegel scheint mich zu bemerken.“ Mit diesen Sätzen eröffnet die zweifache Mutter ihren neuen Jugendroman. Und so rasant wie das Buch beginnt, so rasant geht es weiter. Die Ich-Erzählerin heißt Naomi und stößt in einer Zeitschrift auf 36 Fragen, die der Liebe auf die Sprünge helfen sollen. Das probiert sie vorsichtshalber erst an Adrian aus, „dem Asperger-Genie mit dem IQ von Einstein und der Empathie einer Kaulquappe“. Auf die Antwort von „Wie nah bist Du Deiner Familie?“ muss Naomi aber lange warten. Weil Adrian erst recherchiert – und vom Vater einen Gentest verlangt.

287 Seiten lang konstruierte die 48-Jährige einen liebenswerten Autisten und eine hinreißende Außenseiterin. Das heißt: Sie konstruierte nicht, sondern ihre Protagonisten saßen beim Schreiben geradezu mit ihr am Küchentisch. „Ich hatte sogar ihre Stimme im Ohr“, erzählt Janotta. Das war auch bei ihrem allerersten Kinderbuch so, das sie ihrer Tochter widmete. Weil ihr Spross eine Rechtschreibschwäche hat, entstand Janottas Erstling „Linkslesestärke“. Nach dem ersten Satz flutschte es und im Nu war die Geschichte fertig. Der Verlag Random House schlug sofort zu.

Nachdem seine Schwester einen Roman bekommen hatte, wollte der Sohn bitte auch einen. Gefragt, geschrieben: Im „Theoretikerclub“ dichtete die Online-Redakteurin ihrem Burschen eine Hauptrolle in einem Theoretiker-Trio auf den Leib. „Sie haben den ultraschlauen Grips. Sie haben einen Blog zum Fachsimpeln über Zahlencodes, die Römer und Gadgets. Und sie haben den Durchblick. Theoretisch jedenfalls. Praktisch muss immer wieder Knut zu Hilfe kommen“, umreißt die Autorin die Handlung.

Über den Sohn darf sie nicht mehr schreiben. Auch nicht über die Tochter. Die 13-Jährige liest aber alle Bücher Korrektur. „Mama, so reden wir nicht“, ruft sie dann schon mal aus und schreibt Erwachsenenwörter in Jugendsprache um. Auch im aktuellen Werk.

Janotta bereitet gerade eine Lesereise vor, auf die sie sich riesig freut. In den Lesungen bringt sie immer vollen Einsatz – und stürzte einst vor lauter Temperament von der Bühne. Die Autorin reagierte darauf genauso flott wie sie schreibt: „Das Crowdsurfing hat leider nicht geklappt.“

„Meine Checkliste zum Verlieben“ ist erschienen im  magellan-Verlag und kostet 15  Euro.

MICHÉLE KIRNER

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