Causa Kreidl: Staatsanwaltschaft will Anklage erheben

Causa Kreidl: Staatsanwaltschaft will Anklage erheben
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Sorgen für Verdruss: die direkt nach der Eröffnung der Umfahrung installierten Plastik-Provisorien.

Weßlinger Umfahrung

Auf der Hauptstraße geht’s weiter rund

Weßling – Die Plastik-Verkehrsinseln auf der Hauptstraße in Weßling bleiben ein Aufreger. Ungewohnt viele Besucher drängten daher am Dienstag in die Weßlinger Gemeinderatsitzung und verfolgten den Tagesordnungspunkt, bei dem es um die neuen Hindernisse und den Schleichwegverkehr ging. Sie erfuhren: Es wird noch geplant.

„Es hat pressiert“, verteidigte Bürgermeister Michael Muther die sofort nach Eröffnung der Umgehungsstraße in Angriff genommene Verkehrsberuhigung und gestand: „Aus lauter Überschwang ist einiges nicht so öffentlichkeitswirksam umgesetzt worden.“ Damit meinte er wohl die ersten aufgeschlitzten Autoreifen und die Lkw, die kürzlich nicht aneinander vorbeikamen. Und die Patienten der an der Hauptstraße befindlichen Gemeinschaftspraxis: Wegen der vor der Praxis installierten Mittelinsel weichen die Autofahrer über die Parkplätze aus, dort geht es seither noch wüster zu als vorher. Allgemeinarzt Dr. Claus Camerer hatte daher den Antrag gestellt, die Insel vor dem Haus zu entfernen.

„Wir werden das jetzt eine Weile beobachten und dann eventuell einige Hindernisse verschieben“, entgegnete Muther. Immerhin zeigten die Hindernisse Wirkung, betonte er und verwies auf weniger Verkehr. Dafür aber gibt es mehr Schleichwegverkehr. Ein Problem, über dem der Arbeitskreis „mobil & lebenswert“ brütet. Roland von Rebay (CSU) brannte da besonders die Bahnhofstraße auf der Seele: „Ich beobachte, dass die Fahrzeuge hier wild durchfahren. Um vernünftige Lösungen zu erarbeiten, brauchen wir Fakten.“ Fakten von einem Zählgerät. Dasist aber defekt und muss erst für 3000 Euro ersetzt werden.

Ob, wie im Gremium angedacht, die Straße am Karpfenwinkel komplett gesperrt wird, ist offen. Eine Perspektive, die Christian Zollner (FW) nicht erfreute. „Ganz Hochstadt und Oberpfaffenhofen fährt hier lang“, sagte er und prophezeite, dass dieser Verkehr dann über die Hauptstraße rollen würde. Parteifreund Victor Angerbauer hätte ohnehin gerne Tempo 30. „Dann würde weniger gebremst und angefahren.“ Laut Muther ein chancenloser Vorschlag.

Noch nicht geändert ist die Beschilderung, die die Autofahrer über die Umfahrung in Richtung München leiten soll. Noch sperre sich das Landratsamt, so Muther. Die gute Nachricht: Google Maps hat die neue Wegführung schon eingearbeitet. Die Navigationsgeräte müssten spätestens in sechs Monaten aktualisiert sein. Und demnächst soll auch die Ampel vor dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) installiert werden.  mk

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