So hoch soll er werden: Der Ballon simuliert die Höhe eines möglichen Mobilfunkmastes am Adelberg in Oberpfaffenhofen, aufgenommen von der Ettenhofener Straße aus.
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So hoch soll er werden: Der Ballon simuliert die Höhe eines möglichen Mobilfunkmastes am Adelberg in Oberpfaffenhofen, aufgenommen von der Ettenhofener Straße aus.

Reaktion auf schlechten Empfang

Ballons simulieren Handy-Masten: Weßlinger machen sich ein Bild von der Wirkung der Anlagen

Der Handyempfang in der Gemeinde Weßling ist, gelinde gesagt, überschaubar. Das soll sich mit einem neuen Funkmast entweder an der Gautinger Straße oder am Adelberg ändern. Um zu sehen, wie das jeweilige Bauwerk optisch wirkt, tanzten am Wochenende an beiden Standorten zwei Ballons an einem jeweils 40 Meter langen Seil.

+++Update vom 14. Dezember: Weßlings Gemeinderat entscheidet in seiner Sitzung am Dienstag nicht, wie ursprünglich geplant, über den Standort des Mobilfunkmasts in Oberpfaffenhofen. Bürgermeister Michael Sturm findet, dass das Thema zu vielen Bürgern unter den Nägeln brenne, was einen großen Andrang im Pfarrstadel mit sich bringen könnte. Ein Beschluss soll das Gremium deswegen erst in der Sitzung im Januar treffen. Die Sitzung an sich findet heute aber statt. Beginn ist um 19 Uhr.

Weßling – So hoch, wie die Ballons flogen, soll ein Mast werden, der obenauf wegen der Flugplatznähe mit einem blinkenden Licht versehen wird. Der gelbe Ballon wurde zwischen der Kirche St. Georg in Oberpfaffenhofen und dem Glascontainer am Stocket steigen gelassen. Orange leuchtete die Variante auf dem Adelberg bei Oberpfaffenhofen.

Bürgermeister Michael Sturm, zehn Gemeinderäte und zwei Vertreter des Ortsbildbeirats waren bei dem Ortstermin dabei, wie CSU-Gemeinderat Andreas Lechermann auf Anfrage des Starnberger Merkur berichtet. Die Beteiligten zogen mehr als drei Stunden durch den Ort, die Ballons ständig im Blick. Ihr Fazit: „Der gelbe Ballon ragte beispielsweise vom Café am See aus rund 15 Meter über den Wald und war omnipräsent.“

Ballon war vom Kindergarten aus nicht zu übersehen

Am Ende stimmten die Anwesenden Diplomingenieur Hans Ulrich vom Umweltinstitut München zu, dass der Adelberg die beste Option sei. Den Standort hatte Ulrich bereits im Oktober in einer Sitzung zum Favoriten erklärt. Ein Argument war damals, dass kein zweiter Mast unterstützend aufgebaut werden müsse. Anders am Stocket, wo eine weitere Station am Schützenheim zur Versorgung aller Bereiche in den Ortsteilen notwendig würde.

Allerdings stieß auch der Favorit am Adelberg nicht sofort auf Gegenliebe. Denn der Ballon sei vom Kindergarten „Die kleinen Strolche“ aus nicht zu übersehen gewesen, erklärt Lechermann. Alle seien sich einig gewesen: „Das geht gar nicht.“ Daraufhin regte Michael Sturm an, den Ballon 50 Meter in Richtung Wald zu verschieben – und siehe da: „Damit war er nicht mehr so dominant.“ Am Dienstag, 15. Dezember, soll sich der Gemeinderat endgültig für einen Standort entscheiden. Die Sitzung beginnt um 19 Uhr im Pfarrstadel (Am Kreuzberg 3). Sie ist öffentlich.

Michèle Kirner

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