Kampfflugzeug bei Madrid abgestürzt

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In zwei Wochen wird von dem abgebrannten Bauernhof nichts mehr zu sehen sein.

Abriss der Bauernhofruine

Über Brandstelle soll Gras wachsen

Was lange währt... Vor einem guten Jahr ging der verwahrloste Bauernhof an der Weßlinger Hauptstraße in Flammen auf. Jetzt endlich wird die Brandruine in Holz, Bauschutt und Müll zerlegt. Die Überreste sollen in vier oder fünf Containern fachgerecht entsorgt werden.

Weßling Die Brandruine an der Hauptstraße hat in Weßling die Gemüter erhitzt. „Ich denke, in zwei Wochen wird von dem abgebrannten Bauernhof nichts mehr zu sehen sein“, verspricht Franz Polzinger, Geschäftsleiter beim Hochstadter Abbruchunternehmen „Keller Erdbewegungen“.

„Zeit ist‘s worden“, kommentiert Bürgermeister Michael Muther die Vorgänge der zurückliegenden Monate. Warum aber dauerte das so lange? Vorausgegangen seien seines Wissens Verhandlungen mit der Versicherung, sagt Vizebürgermeister Michael Sturm. Dann wurde die Ruine auf giftige Materialien hin untersucht. Und nachdem laut Polzinger klar war, dass beim Abbruch kein Sondermüll anfallen werde, musste ein Termin für den Abriss gefunden werden. Und jetzt führt der Bagger die Regie.

Damit verschwindet das seit Jahren umstrittene Gebäude endgültig aus dem Ortsbild. Geredet wurde darüber nämlich schon vor dem Brand. Man erzählte sich, der Verfall des leerstehenden Hofes habe – aus welchen Gründen auch immer – 30 Jahre lang seinen Lauf genommen. Noch am Abend des Brandes ging die Polizei von Brandstiftung aus. Weil es im Haus keinen Stromanschluss gab, konnten die Beamten einen technischen Defekt so gut wie sicher ausschließen. Auch ein Blitzschlag legte an diesem Sommerabend nicht den ersten Funken, erklärten Ermittler. Beweise für die mutmaßliche Zündelei fand die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck allerdings auch nicht.

„In der Nachbarschaft hat keiner wirklich Notiz davon genommen, was auf dem Gelände des verfallenen Hauses passiert ist“, sagt Eckhart Rückwart, der zuständige Kriminalbeamte, auf Rückfrage unserer Zeitung. So seien an diesem heißen Juliabend zwar Jugendliche gesehen, aber nicht beachtet worden. Heranwachsende, die sich auf dem einstigen Bauernhof herumgetrieben haben, seien für die Anlieger nichts Ungewöhnliches gewesen. Für die jungen Leute sei das Gelände so etwas wie ein Abenteuerspielplatz gewesen. Auch Obdachlose seien dort gerne untergekrochen. Eine Zigarette als Brandursache? Gut möglich, sagt Rückwart. Wenn ja, dann sei das Beweismittel freilich verbrannt.

Brandstiftung oder nicht: Die von vielen Bürgern als Schandfleck empfundenen verkohlten Reste gehören demnächst der Vergangenheit an. Und wie geht es weiter? Die Gemeinde hat längst im Rahmen des neu gestalteten Ortskerns ein Auge auf das Grundstück geworfen, könnte sich darauf Wohngebäude oder Einzelhandel vorstellen. Aber dafür gibt es auch nach dem Abriss keine Hinweise. „Wir entfernen noch den Wildwuchs“, schildert Polzinger den nächsten Schritt. Dann werde eine Wiese angesät und voraussichtlich zweimal jährlich gemäht. Das wär es dann. Ein Neubau sei nach seiner Kenntnis nicht geplant.

Michèle Kirner

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