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Noch ein Modell, im Jahr 2023 soll es Wirklichkeit werden: Weßlings Bürgermeister Michael Sturm zeigt, wie das neue Schulhaus an der Ecke Meilinger Weg/Steinebacher Weg gegenüber der Sporthalle einmal aussehen soll.
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Noch ein Modell, im Jahr 2023 soll es Wirklichkeit werden: Weßlings Bürgermeister Michael Sturm zeigt, wie das neue Schulhaus an der Ecke Meilinger Weg/Steinebacher Weg gegenüber der Sporthalle einmal aussehen soll.

Planer stellt Ideen vor

Wie bunt wird Weßlings neues Schulhaus?

  • Peter Schiebel
    vonPeter Schiebel
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Das neue Schulhaus in Weßling soll 2023 Wirklichkeit werden. Jetzt bekam der Gemeinderat konkrete Varianten zur äußerlichen Gestaltung vorgestellt. Noch herrscht Dissens.

Weßling – Dass Weßlings neues Schulhaus ein Schmuckstück wird, steht schon lange fest. 80 Meter lang, 20 Meter breit, in Holzbauweise, geplant aus einem Guss, mit zwölf Klassenzimmern und großen, offenen Lernbereichen – da sollten Lernen und Lehren gleichermaßen Spaß machen. Wie genau das Schmuckstück aber einmal aussehen wird, das wird spätestens seit Dienstagabend eifrig diskutiert.

In einer dreistündigen Sondersitzung des Gemeinderats stellte Planer Thomas Hess vom Büro Hot-Architekten mit seinen Kolleginnen Heike Unger und Maria-Elena Chrysomallis Fassadenvarianten, Farbkonzepte, Ausstattungsmöglichkeiten und dergleichen mehr vor und gab bereits einen ersten Blick auf die Freiflächenplanung frei.

Schulhaus Weßling: Künstliche oder natürliche Verwitterung der Fassade?

Bei der Fassadengestaltung muss zunächst dieser Punkt geklärt werden: Soll die Fassade „vorvergraut“, also so behandelt werden, dass bereits ein einheitlicher Verwitterungseindruck entsteht? Oder soll das Holz mit der Zeit selbst verwittern mit der Folge, dass es unterschiedlich dunkle Stellen geben wird? Die Geschmäcker waren verschieden. Günther Schöpp (CSU/BG) und Petra Slawisch (Grüne) etwa sprachen sich für die Vorvergrauung aus. Peter Weiß (FW) stellte es sich dagegen sehr schön vor, „wenn das Holz sich so verändert wie die Natur“.

Weiter geht’s mit den Farben: Holz natur, gepaart mit kräftigen Gelb-, Orange- und Rottönen beispielsweise bei den Jalousien – oder lieber an einigen Fassadenteilen sanfte Pastelltöne in Blau, Braun und Grün? „Es ist wichtig, dass die Schule lebt und Farbe nach außen zeigt“, sagte Rasso von Rebay (FW). Bürgermeister Michael Sturm fand dagegen den Kontrast zwischen „außen viel Natur“ und dem Einsatz von Farben etwa beim Sonnenschutz besser.

Schulhaus Weßling: Teppich im Obergeschoss?

Diskussionsbedarf gab es auch bei der Inneneinrichtung. Zum Beispiel bei der Frage, warum in den Klassenräumen im Obergeschoss Teppich verlegt werden soll, was Brigitte Weiß (Grüne) hinsichtlich Pflege und Hygiene problematisch fand. Schulleiterin Maria Streifeneder verteidigte dagegen diese Idee. Das Garderobenkonzept sei so geplant, dass die Kinder gleich nach dem Eingang Jacken und Schuhe ausziehen und sich danach nur noch in Hausschuhen im Gebäude bewegen. „Die Kinder lieben diese Atmosphäre“, ist sie sich sicher. Was die Farben anbelangt, forderte sie den Gemeinderat auf, das Konzept „nicht zu weiblich zu machen“.

Eine endgültige Entscheidung soll in der Sitzung im September fallen. Zuvor wollen sich die Mitglieder die Grundschule im Arnulfpark in München anschauen, die ebenfalls Hess’ Büro realisiert hat. Bereits im Juli muss dagegen die Freiflächenplanung abgesegnet werden, weil sie Bestandteil des Bauantrages ist – und den will Hess Anfang August beim Landratsamt einreichen.

Schulhaus Weßling: Pausenhof-Planung nimmt Gestalt an

„Herzstück ist der südlich vorgelagerte Pausenhof mit drei Bauminseln“, sagte Hess in Vertretung von Landschaftsarchitekt Professor Hermann Brenner. Dort soll es genauso Platz zum Toben geben wie für Bewegungsspiele. Eine kurze Diskussion entbrannte um die Frage des Parkplatzes. 51 Stellplätze sind an der Sporthalle geplant, dazu Platz für den Schulbus. Andreas Schauer (FW) kritisierte die Flächenversiegelung. „Wir sollten versuchen, die Eingriffe so gering wie möglich zu halten“, sagte er. Sturm erinnerte dagegen an die „mindestens drei Sitzungen“, in denen das Verkehrskonzept diskutiert und beschlossen worden sei. Nun soll es nur noch um die Ausgestaltung des Schmuckstücks gehen.

ps


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