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Ehrengäste in Oberpfaffenhofen (v.l.): Professor Felix Huber (DLR), Ernst Messerschmid (1985 im All), Ministerin Ilse Aigner, Professor Ulrich Walter (1993 im All), Professor Reinhold Ewald (1997 im All) und Klaus Hamacher (DLR). 

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

50 Jahre Abenteuer und eine Auszeichnung

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Das DLR hat mit einem Festakt am Donnerstagabend das 50-jährige Bestehen des Raumfahrtkontrollzentrums gefeiert.

Oberpfaffenhofen – Mit einem Festakt und 400 geladenen Gästen aus Politik, Forschung und Industrie hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen gestern Abend den 50. Geburtstag des Raumfahrtkontrollzentrums gefeiert. Unter den Besuchern waren gleich mehrere deutsche Astronauten wie Professor Reinhold Ewald, Ernst Messerschmid, Thomas Reiter und Professor Ulrich Walter. Auf den Tag genau, am 1. März 1968, war mit dem Aufbau des German Space Operations Center (GSOC) begonnen worden. In Gesprächsrunden zogen Wissenschaftler und Politiker Bilanz – und für Wirtschaftsministerin Ilse Aigner gab es eine besondere Auszeichnung.

Nicht nur Ereignisse, sondern auch Festivitäten werfen ihre Schatten voraus. Im Fall des Festakts war es vielmehr die nagelneue Ampelanlage samt Ausfahrt: Die lange Schlange an Besuchern jedenfalls gelangte ungefährdeter auf das Gelände als je zuvor. Den ganzen Tag lang herrschte in Oberpfaffenhofen schon reger Betrieb – das DLR hatte zu zahlreichen Vortragsveranstaltungen geladen –, bis abends schließlich auch die Ehrengäste um Ilse Aigner im Festzelt unter LED-Sternenhimmel eintrafen. Vor wenigen Jahren noch zählte Oberpfaffenhofen zu ihrem Wahlkreis, es war ein Besuch der alten Heimat sozusagen.

400 Mitarbeiter aus 30 Nationen betreuen von Oberpfaffenhofen aus die Missionen im All, bis heute 70 an der Zahl. Weitere zehn befinden sich in Vorbereitung. Seit zehn Jahren zählt auch der Betrieb des Weltraumlabors Columbus zum Einsatzbereich, Europas Beitrag zur Internationalen Raumstation ISS, auf der ab Juni Alexander Gerst als erster deutscher Astronaut das Kommando übernehmen wird.

Auch wenn Missionen und Raumfahrt das große und wohl auch teuerste Abenteuer unserer Zeit bleiben und der Aufbau des GSOC ein Wagnis war, so waren sich doch alle einig. „Es ist eine Erfolgsgeschichte“, sagte Klaus Hamacher, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des DLR. „Es ist heute ein Aushängeschild für den Standort und wir sind stolz zu sehen, was daraus geworden ist.“

Der Aufbau des Satellitenbetriebs und die Anfänge der bemannten Raufahrt, der Betrieb des Columbus-Moduls und auch die Missionen heute zwischen Gegenwart und Zukunft: In Gesprächsrunden zogen Astronauten und namhafte Wissenschaftler Bilanz, darunter Dr. Hubertus Wanke, der die ersten 20 Jahre GSOC live dabei war.

Zum ersten und vermutlich auch letzten Mal in der Geschichte des GSOC ernannte das DLR eine „Ehrenflugdirektorin“: Ilse Aigner bekam im Rahmen des Festakts den Ehrentitel verliehen. Flugdirektor ist die höchste Position im Raumfahrtkontrollzentrum. Beim „Ehrenflugdirektor“ handelt es sich folglichum um einen reinen Akt der Sympathie, nachdem Aigner dem DLR immer wohlgesonnen war. Die Ministerin hatte in ihrer Ansprache die Faszination für den Standort Oberpfaffenhofen bekräftigt. „Das GSOC ist ein Synonym für Perfektion und unglaubliche wissenschaftliche Leistungen“, sagte sie. „Houston, wir haben ein Problem“ (in Anspielung an die dramatische Apollo-13-Mission), hätte es in Oberpfaffenhofen nie gegeben. Aigner: „Hier hieß es immer: Alles nach Plan.“

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