+
Herrschings Bürgermeister Christian Schiller (r.) und Landrat Karl Roth im Foyer des Kontrollzentrums im DLR.

DLR

Hier jubeln Roth und Schiller über den Raketenstart von Astro-Alex

Das Forschungslabor Columbus auf der ISS wird von Bayern aus betreut. Mit dem Start von Alexander Gerst experimentiert nun wieder ein Deutscher im All. In wenigen Tagen sollen erste Tests beginnen.

Weßling - Im Kontrollzentrum des ISS-Labors Columbus im bayerischen Oberpfaffenhofen fiebern Raumfahrtexperten den ersten Experimenten von Alexander Gerst entgegen. Der deutsche Astronaut war am Mittwoch vom Weltraumbahnhof im kasachischen Baikonur aus zur Internationalen Raumstation ISS gestartet. Kurz nach seiner Ankunft soll Gerst einen Versuch zur Feinmotorik in der Schwerelosigkeit durchführen, sagte Johannes Weppler, Projektmanager beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Insgesamt soll Gerst an mehr als 50 europäischen Experimenten arbeiten.

Beim DLR im Weßlinger Ortsteil Oberpfaffenhofen (Landkreis Starnberg) ist das Columbus-Kontrollzentrum angesiedelt. Von hier aus werden die Experimente in dem Forschungslabor der Europäischen Weltraumagentur Esa betreut, das ein Teil der ISS ist.

DLR-Raumfahrtexperten verfolgten mit Spannung den Start der Sojus-Rakete, die Alexander Gerst, den russischen Kampfpiloten Sergej Prokopjew und die US-Ärztin Serena Auñón-Chancellor zur ISS bringen soll. Zunächst herrschte Stille, erst nach der riskanteren Startphase gab es Applaus und Jubel. Der Flug zur ISS soll zwei Tage dauern. Die drei Astronauten sollen gut ein halbes Jahr auf dem Außenposten der Menschheit rund 400 Kilometer über der Erde leben und forschen. Gerst wir zeitweise Kommandant der Raumstation sein. Seine Mission heißt „Horizons“ (Horizonte).

In Oberpfaffenhofen sorgen rund um die Uhr 40 Techniker und Wissenschaftler dafür, dass im Columbus-Labor in 350 bis 400 Kilometern Höhe über der Erde alles in Ordnung ist. Auf Dutzenden Bildschirmen und über drei riesige Leinwände verfolgen drei Teams, was im Columbus-Labor geschieht, überwachen Stromverbrauch, Atemluft und Raumtemperatur.

Im Columbus-Labor soll unter anderem ein Gerät getestet werden, mit dem die Astronauten Veränderungen ihrer Muskulatur durch die fehlende Schwerkraft untersuchen können. Das ist auf der ISS besonders interessant, weil dort der Muskel- und Knochenschwund beschleunigt ist und Alterungsprozesse im Zeitraffer beobachtet werden können. lby

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Wobbe folgt auf Brunner
In der Dorfgemeinschaft Wangen haben sich die Wangener Vereine und Aktionsgruppen zusammengeschlossen, um die großen Veranstaltungen wie Dorffest und Weihnachtsmarkt …
Wobbe folgt auf Brunner
Ortsgeschichte hautnah erleben
Volles (Rat-)Haus beim Festakt „20 Jahre Gesellschaft für Archäologie und Geschichte (GfAG) – oberes Würmtal“ Über 100 Gautinger lauschten Laudator Manfred Hahn. Der …
Ortsgeschichte hautnah erleben
Unachtsamkeit führt zuzwei Diebstählen
Zwei teure Handys sind am Samstag abhanden gekommen - zwei Jugendliche waren unachtsam. 
Unachtsamkeit führt zuzwei Diebstählen
Miete: Immer mehr brauchen Hilfe
Die stetig steigenden Mieten im Landkreis machen zunehmend auch dem VdK zu schaffen. Das Problem ist einer der Gründe für den anhaltenden Mitgliederanstieg beim …
Miete: Immer mehr brauchen Hilfe

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.