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Ein einzigartiges Flugzeug: Die Do 31, die vor fast genau 50 Jahren in Oberpfaffenhofen erstmals senkrecht startete, ist bis heute das einzige Transportflugzeug mit Strahlantrieb und Senkrecht-Start- und Landemöglichkeit.

Dornier Do 31

Dieses Flugzeug aus Oberpfaffenhofen revolutionierte die Luftfahrt

Es ist ein besonderer Tag für ein Flugzeug, das die Luftfahrt von Oberpfaffenhofen aus revolutionierte. Die Dornier Do 31 wird 50 Jahre alt.

Oberpfaffenhofen - Sie war eines des spektakulärsten Flugzeuge, die je in Oberpfaffenhofen gestartet und gelandet sind – ihr Jungfernflug jährt sich zum 50. Mal. Am 28. Februar 1968 stand die Dornier Do 31 auf dem damaligen Firmen-Flugplatz und wartete auf die Flugfreigabe.

Die Maschine ist ein VTOL-Strahltransporter (Vertical Take-Off and Landing/ Vertikalstart und -landung), ein Senkrechtstarter. Der Erstflug markierte einen Meilenstein in der Luftfahrtgeschichte. Die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR) erinnert heute zum 50. Jahrestag an die Do 31 und die dahinterstehende Meisterleistung der Beteiligten. „Als voll ausgestattetes vertikal startendes und vertikal landendes Strahltransporter-Flugzeug steht die Do 31 E-3 für ein neues Kapitel in der Geschichte der Luftfahrt“, sagte Präsident Prof. Rolf Henke. „Die Entwicklung von VTOL-Flugzeugen war eine technologische und systemtechnische Weltneuheit und verlangte herausragende Ingenieurleistungen.“

Mit der Do 31 E-3 präsentierte Dornier im Sommer 1967 laut DGLR das erste und einzige VTOL- und STOL-Flugzeug (Short Take-Off and Landing). Zum Erstflug heißt es: „Nach einigen Flugversuchen, die einzelne Funktionen der neuen Maschine testeten, starteten Pilot Drury Wood und Copilot Franz Rödel am 28. Februar 1968 mit einem Startgewicht von 19,3 Tonnen zu dem ersten umfangreichen Testflug. Sie hoben senkrecht ab, flogen einige Kilometer, wendeten dann in einer 180-Grad-Kurve und setzten zum Tiefflug über den Flugplatz an. Um den Schwebezustand zu erreichen, reduzierten die Piloten die Fluggeschwindigkeit und brachten die Hubtriebwerke auf Hubniveau. Beim ersten Landeversuch verfehlten die Piloten den Landekreis allerdings um ein paar Meter. Kurzerhand drehten sie das Fluggerät im Schwebezustand um 180 Grad, schwebten zurück über den Landekreis hinweg, drehten die Maschine nochmals um 180 Grad und setzten die Do 31 E-3 schließlich im Zentrum des Landekreises ab.“

Die Do 31 sollte als Transporter Truppen ins Gefecht bringen und versorgen, ohne dass dafür ein Flugplatz erforderlich ist.

Oberpfaffenhofen: Angst vor mehr Fluglärm

Doch als die Entwicklung gerade losging, so die DGLR, sei sie Anfang 1963 aufgrund der sich ändernden NATO-Doktrin wieder gebremst worden. Die „massive Vergeltung“ (massive retaliation) wurde zur „abgestuften Reaktion“ (flexible response) – Senkrechstarter waren nicht mehr nötig.

Die Do 31 ist bis heute das einzige Transportflugzeug mit Jet-Antrieb, das mit Senkrechtstart- und Landefähigkeiten entwickelt wurde. Die VTOL-Version der Do 31 befindet sich in der Flugtechnischen Außenstelle des Deutschen Museums, der Flugwerft Schleißheim.

Dort wird künftig ein anderes einzigartiges Flugzeug stehen: das DLR-Forschungsflugzeug LFU 205, das Ende des Monats 50 Jahre alt wird und das erste Kunststoff-Motorflugzeug überhaupt war.  mm

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