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Bei TV-Arbeiten zusammengebrochen: SPD-Politiker Thomas Oppermann ist tot

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Der provisorische Mast am Sportplatz erhält einen festen Betonsockel.  Foto: svj
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Der provisorische Mast am Sportplatz erhält einen festen Betonsockel.

Gutachter sucht Standorte aus

Ein Funkmast für den Adelberg

Um die Erreichbarkeit in Weßling zu verbessern, soll ein Funkmast her. Ein Gutachter hat den Adelberg als besten Standort ausgesucht.

Weßling – Ein strahlungsarmer und leistungsstarker Mobilfunkmast: Mit dieser Vorgabe schickte die Verwaltung vor einem guten Jahr Hans Ulrich auf die Suche nach dem optimalen Standort in Weßling. Der Gutachter der Firma „Funktechanalyse.de“ untersuchte elf Standorte – und kam zu dem Schluss, dass ein möglichst 40 Meter hohes Bauwerk auf dem Adelberg für die drei Mobilfunk-anbieter Telefónica, Vodafone und Telekom beide Voraussetzungen mehr als erfüllt. Zusätzlich soll der provisorische Mast beim Sportplatz durch einen festen Bau für die Versorgung der S-Bahnnutzer ersetzt werden.

Dieses Fazit zog Diplomingenieur (FH) Ulrich in einem 37-seitigen Gutachten, das er den Räten und ein paar wenigen Zuschauern bei einer Sondersitzung am Mittwoch im Schützenheim in Oberpfaffenhofen vorstellte. „Bei Ihnen ist das besonders komplex“, betonte Ulrich, denn Weßlings Handyempfang ist derzeit lediglich über zwei Provisorien neben dem ehemaligen Hotel Zur Post und beim Sportplatz gesichert.

Zugute kommt den Weßlingern der Hügelzug im Ort, wo der Mobilfunk erhaben über den Wald und Häuser hinweg Weßling und Oberpfaffenhofen erreichen würde. Eine Variante, mit der Christian Schilling von Vodafone und Telefónica-Mann Hilmar Möhlmann durchaus leben könnten, betonten sie in der Sitzung.

Die Telekom wiederum beharrte in einem Schreiben an den Gutachter auf einen Mast auf dem Dach des sich gerade im Bau befindendlichen Hotels an der Hauptstraße, der ihnen vertraglich zugesichert worden sei. Dazu Bürgermeister Michael Sturm gegenüber dem Starnberger Merkur: „Die Gemeinde wird noch rechtlich prüfen, ob dort ein Mast hindarf.“ Zusätzlich könnte sich die Telekom mit einer Variante in der Nähe des jetzigen Provisoriums am Sportplatz für einen Netzzugang der Bahnfahrer anfreunden, hieß es in ihrer Stellungnahme.

Auf Dr. Birka Camerers (Grüne) Nachfrage bezüglich möglichst geringer Immissionen betonte Schilling, dass ein Mast mit wenig Reichweite wiederum entsprechende Gerätschaften im Haus notwendig mache – und die Nutzer damit einer weitaus höheren Strahlenbelastung ausgesetzt wären. Die ebenfalls diskutierte Zweimastlösung beim Schützenheim und im Turm der Kirche Christkönig beziehungsweise beim neuen Friedhof würden Oberpfaffenhofen nur dürftig erreichen, so Ulrich. Er schlug als Standort den Adelberg vor. Sollte ein Mast an diesem Ort an seine Grenzen stoßen, könnte eine neue Standortsuche für eine Ergänzung auf den Weg gebracht werden. In Weichselbaum entsteht ebenfalls ein Mast, und zwar für die Bahnfahrer, die derzeit in diesem Bereich keinen Empfang haben.

Nun liegt der Ball wieder bei Weßlings Gemeinderäten, die sich das Gutachten zu Hause noch einmal in Ruhe durchlesen sollen, um spätestens in der Dezembersitzung eine Entscheidung fällen zu können. Auf der Internetseite der Gemeinde sind die Gutachten zum Thema nachzulesen.

Michèle Kirner

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