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Der schwach markierte Fußgängerüberweg mitten in Oberpfaffenhofen ist für Kinder die einzige offizielle Querung der Staatsstraße durch den Ort. Oft sind sie hier allein unterwegs.

Verkehr

Eltern fordern sicheren Schulweg

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Die Eltern im Weßlinger Ortsteil Oberpfaffenhofen schlagen Alarm: Sie fordern für ihre Kinder einen sicheren Schulweg. Mittels Unterschriftenaktion bitten sie Politik und Verwaltung um sofortige Planung und die Umsetzung von Maßnahmen.

Oberpfaffenhofen – Der Weßlinger Ortsteil Oberpfaffenhofen ist, wie viele kleine Ortschaften im Landkreis Starnberg, nicht ausgelegt für Fußgänger. Die Bürgersteige sind schmal und teilweise abgesenkt, die Kurven eng, der Abstand zum Durchgangsverkehr ist an manchen Stellen sehr gering. Die Staatsstraße 2349 und die Weßlinger Straße durchkreuzen den Ort auf einer Länge von etwa zwei Kilometern. Die Grundschule Weßling-Oberpfaffenhofen befindet sich am Georg-Schmid-Weg. Um dorthin zu gelangen, müssen die im nördlichen und westlichen Bereich wohnenden Kinder immer mindestens eine der Straßen queren.

Das beunruhigt die Eltern schon seit vielen Jahren. Immer wieder wurde auch im Gemeinderat und in den Behörden diskutiert und gestritten darüber, wie die Situation entschärft werden könnte. Niklas Rebhan, Vater von zwei Söhnen im Alter von vier und sieben Jahre, hat sich durch die alten Unterlagen gewühlt und kann sich nur wundern: „Eine Fußgängerampel im Ort wurde abgelehnt, weil es zu unübersichtlich dort ist“, sagt der Oberpfaffenhofener. Und Tempo 30 müsse in dem Moment, in dem eine Ampel installiert werde, sowieso aufgehoben werden, laute die Rechtsprechung. Die Behörden hätten sich an dem Thema schon abgearbeitet, sagt der 45-Jährige, aber: „Die Kommunikation ist eine einzige Katastrophe.“ Da tröste es wenig, dass die Gemeinde gerade 80 000 Euro für einen Spielplatz in Oberpfaffenhofen ausgegeben habe unter dem Motto „Kinder sind unsere Zukunft“. Für ihre Sicherheit werde nicht gesorgt.

Gemeinsam mit Katrin Heidinger vom Elternbeirat der Grundschule, Dr. Maximilian Krinninger, Frank Teufel und Dr. Andreas Bonk hat Rebhan die Elterninitiative „Sicherer Schulweg“ ins Leben gerufen und eine Unterschriftenaktion initiiert. In einer Pressemitteilung beklagt die Initiative vor allem, dass der einzige offizielle Schulweg-Übergang im Bereich der Metzgerei in der Ortsmitte nur für wenige Kinder sicher erreichbar und dann auch oft zugeparkt sei. Abgesehen davon sei der Übergang „nur unzureichend markiert/beschildert und liegt gefährlich uneinsehbar hinter einer Kurve“. Fazit: „Auf den gesamten zwei Kilometern gibt es also keinen sicheren Übergang für unsere Kinder. Lkw und Pkw hingegen haben ungebremste, freie Fahrt durch ganz Oberpfaffenhofen.“

Konkrete Vorschläge machen die Eltern bewusst nicht. „Die Gemeinde hat die Verantwortung und die Ressourcen“, sagt Rebhan. In den umliegenden Gemeinden würden zur Sicherheit der Fußgänger Fahrbahnmarkierungen, Blinklichter und ähnliches realisiert. „Wir denken, dass das auch in der Gemeinde Weßling möglich sein müsste“, befindet Rebhan.

Unterschriftenlisten sind in dieser Woche an etwa 300 betroffene Eltern von Schul- und Kindergartenkindern verteilt worden. In der Gemeinderatssitzung am Dienstag, 23. Januar, wollen Rebhan und seine Mitstreiter diese Bürgermeister Michael Muther übergeben. Wer keine Unterlagen erhalten hat, sich aber beteiligen möchte, kann sich an den Elternbeirat der Weßlinger Schule wenden. Die Gemeinderatssitzung beginnt um 19.30 Uhr im Weßlinger Rathaus.

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