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Mit solchen Markierungen wie hier in München werden Fahrradstraßen gekennzeichnet.

Einweihung am Sonntag

Erste Fahrradstraße für Weßling: Auf Meilinger Weg und Schulstraße haben Radler künftig Vorrang

  • Peter Schiebel
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Die Münchner kennen sie bereits, nun hat auch Weßling eine Fahrradstraße. Am Sonntag soll sie mit einer kleinen Feier eingeweiht werden. Die Aktion ist gleichzeitig der Auftakt des STAdtradelns.

Weßling – Knapp einen Kilometer lang ist die Strecke vom Sportplatz in Weßling über Meilinger Weg und Schulstraße bis zur Kreuzung mit der Bahnhofstraße. Und genau dieser knappe Kilometer wird nun die erste Fahrradstraße der Gemeinde. Am kommenden Sonntag, 21. Juni, ist Einweihung. Und nicht nur Vizebürgermeister Sebastian Grünwald verspricht sich dadurch eine Verbesserung gerade für Alltagsradler in Richtung Seefeld/Herrsching oder in Richtung Gilching/Germering.

„Das ist der erste Schritt, das Alltagsradroutennetz in Weßling zu stärken“, sagt Grünwald im Gespräch mit dem Starnberger Merkur. Denn auf einer Fahrradstraße dürfen zwar auch Autos fahren – mit maximal 30 km/h. Zweck sei es aber, Radfahrer aufzunehmen, die deswegen auch Vorrang hätten. Sie dürfen auf solchen Verbindungen beispielsweise auch nebeneinander fahren. Beginn und Ende einer Fahrradstraße werden durch entsprechende Schilder markiert, darüber hinaus kommen großflächige Markierungen auf die Fahrbahn. Der Riedener Weg in Starnberg ist zum Beispiel eine solche Fahrradstraße.

Mit einer Ausnahme hat die Fahrradstraße Vorfahrt

Vorfahrt gilt auf der Fahrradstraße in Weßling auch – mit einer Ausnahme. An der Kreuzung mit dem Steinebacher Weg bleibt die bisherige Regelung erhalten. Der Verkehr auf dem Steinebacher Weg hat also auch weiterhin Vorfahrt. „Es ist uns zu gefährlich, diese Regel zu ändern“, sagt Grünwald. Das Ende an der Bahnhofstraße sei ebenfalls mit Bedacht gewählt. Weil dort auch der Bus fahre, sei es nicht möglich, sie ebenfalls als Fahrradstraße auszuweisen. „Wir empfehlen Radlern aber, auf der Bahnhofstraße weiter durch Weßling zu fahren“, sagt Grünwald.

Idee kam vom Mobilitätswendeverein

„Rein rechtlich ändert sich gar nicht so viel“, sagt der Vizebürgermeister. „Aber entscheidend ist oft ja auch das Gefühl.“ Und das sei für Radler auf einer Fahrradstraße sicherlich besser. Die Idee dazu hatte übrigens der Mobilitätswendeverein Weßling. Das Unterzeichnen der verkehrsrechtlichen Anordnung Mitte April war dann eine der letzten Amtshandlungen des ausgeschiedenen Bürgermeisters Michael Muther.

Sebastian Grünwald hofft jetzt, dass möglichst viele Radler die Verbindung nutzen – und dass auf die Fahrradstraße weitere Verbesserungen für Radler in Weßling folgen. Das Aufstellen von Fahrradständern am Bahnhof und an öffentlichen Gebäuden sei eine Sache. Der Bau alltagstauglicher Verbindungen nach Unering, Unterbrunn und Steinebach eine andere.

Picknick unter Corona-Bedingungen

Für die Eröffnung der Fahrradstraße am Sonntag hat sich die Gemeinde ein kleines Fest ausgedacht, bei dem natürlich auf Corona-Regeln Rücksicht genommen werden soll. Treffpunkt ist um 12 Uhr auf der großen Wiese vor der Turnhalle am Meilinger Weg. Dort ist ein Picknick geplant. Eine Ausgabe von Speisen und Getränken wird es jedoch nicht geben. Wer will, möge sich also Picknickdecke und Verpflegung selbst mitnehmen. Bürgermeister Michael Sturm und Vertreter des Mobilitätswendevereins wollen dann zunächst die Regeln vorstellen, die auf der Fahrradstraße gelten. Anschließend, gegen 13 Uhr, wollen sie zusammen mit Gemeinderäten die Strecke offiziell eröffnen. Die anschließende Befahrung für alle Bürger soll in kleinen Gruppen stattfinden. Die Aktion bildet gleichzeitig den Auftakt des STAdtradelns.

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