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AWISTA-Werkleiter im Zentrum: Peter Wiedemann versuchte zuletzt, den Gegnern des Zentrums bei Oberbrunn die Gründe für den Standort zu erklären. Der Weßlinger Gemeinderat will den AWISTA davon aber abbringen – mit der Zusage, das Zentrum nun doch an der A 96 zu erlauben. Das hatte der Rat vor zwei Jahren noch abgelehnt

AWISTA-Dienstleistungszentrum

Eine  Herzensangelegenheit

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Die Weßlinger machen mobil: Bürgermeister Muther lädt Kreisräte, Gemeinderäte und alle Bürger zu einem Infotreffen ein. die Gemeinde möchte, dass der AWISTA nicht zwischen Hochstadt und Unterbrunn baut, sondern nahe der A96 auf einem Weßlinger Grundstück. 

Hochstadt – „AWISTA Standort Hochstadt – Nicht mit uns!“ ist auf der Internetseite der Gemeinde Weßling nachzulesen, und neben diesem schriftlichen Protest werden die Weßlinger nun auch in Taten aktiv: Für kommenden Donnerstag, 6. September, lädt Bürgermeister Michael Muther im Namen der Gemeinde zu einem informativen Treffen ein. Muther hat die Hoffnung, dass neben den geladenen Gautinger Gemeinderäten auch viele Weßlinger erscheinen. „Damit alle erkennen, dass das eine Herzensangelegenheit ist.“

Wie berichtet plant der Abfallwirtschaftsverband (AWISTA) auf einer vier Hektar großen Fläche bei Oberbrunn den Bau eines Dienstleistungszentrums. Die Fläche befindet sich zwar auf Gautinger Flur, grenzt aber direkt an Hochstadt (wir berichteten). Um die Pläne rückgängig zu machen, haben die Weßlinger in einer Sondersitzung im August einen Beschluss aus dem Jahr 2015 aufgehoben: Dort hatten sie sich gegen die AWISTA-Pläne ausgesprochen, auf dem Gelände neben der Umladestation von Remondis nördlich der A 96 das Dienstleistungszentrum zu bauen. Mit der Aufhebung des Beschlusses stünde diese Fläche statt dem Grundstück in Hochstadt theoretisch wieder zur Verfügung.

In einem Schreiben an Gautings Gemeinderäte legt Muther die Gründe für die Rückwärtsrolle Weßlings dar. Die Fläche zwischen Oberbrunn und Hochstadt habe „ erhebliche Schwächen“, schreibt Muther an alle Gautinger Gemeinde- und Kreisräte. Sie befinde sich in der Nähe wichtiger Wasserschutzgebiete, außerdem würde an dieser Stelle bisher völlig ursprüngliche Landschaft zersiedelt. Es stünde zu befürchten, dass in einigen Jahren dort eine gesplitterte Gewerbeansiedlung entstehen könnte. „Denn es wird immer Bedarf und eine Begründung geben, warum die Nähe zu einem Wertstoff- und Dienstleistungszentrum des AWISTA gut ist.“ Für den Ortsteil Hochstadt bedeute das Zentrum mehr Verkehr. Dabei bezweifelt Muther nicht, dass die Touren der Sammelfahrzeuge nur unwesentlich mehr Verkehr bringen. Der Individualverkehr macht ihm größere Sorgen. Nicht nur wegen der Anlieferung. Sondern auch wegen möglicher zukünftiger Nutzungen auf dem Gelände, die zwar noch nicht festgesetzt sind, aber laut AWISTA möglich. Dazu zählen die Einrichtung eines Gebrauchtwaren-Kaufhauses, ein Recycling-Info-Zentrum, die Lagerung auch von Gefahrstoffen sowie möglicherweise der Bau einer Betriebstankstelle.

„Aufgrund dieser Nutzungen wird der Individualverkehr erheblich sein. Diesen Verkehrsfluss kann der AWISTA nicht beeinflussen“, schreibt Muther. Ebenso wenig könnten verlässliche Prognosen dazu erarbeitet werden. „Privatverkehr, das zeigt leider auch unsere Umfahrung, nimmt gerne die kürzeste Strecke.“ Dabei seien die Straßen in Hochstadt ohnehin schon sehr schmal.

Der von der Gemeinde Weßling 2015 abgelehnte Standort hingegen ist mittlerweile durch die Gilchinger Umfahrung und über den Röchnerknoten besser erschlossen, die Gemeinde Weßling hat wegen der fertiggestellten Umfahrung weniger Verkehr dadurch zu befürchten und auch ein Bebauungsplan kann sofort aufgestellt werden, zumal der Eigentümer des Grundstücks nach Rücksprache einverstanden ist. „Ich hoffe auch hier auf eine Lösung zum Wohle aller“, so Muther. Treffpunkt am Gelände an der Straße von Hochstadt nach Oberbrunn ist um 19 Uhr.

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