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Der neue Weßlinger Feuerwehr-Vorstand (v.l.): Nicole Maya, Martin Dahlhaus, scheidender Vors. Robert Allgaier, Oliver Scheibenpflug, neuer Vors. Günther Schöpp, Peter Heitzer, Stellvertr. Alexander Salaw, Michael Steininger und Dr. Korbinian Puchner. 

Feuerwehr Weßling

Geübt wird ab sofort wieder getrennt

Weßling - Seit Ende 2014 sind die Feuerwehren Weßling und Oberpfaffenhofen unter einem Dach. Jetzt macht die Feuerwehr Weßling macht ihre Übungen wieder allein.

Mühsame zwei Jahre lang versuchten die ansonsten getrennt organisierten Vereine, sich im gemeinsamen Haus in der Argelsrieder Straße 112 zusammenzuraufen. Es hat offensichtlich nicht funktioniert. Die Feuerwehr Weßling will die Disharmonie nun nicht länger tatenlos hinnehmen und machte am Freitag Nägel mit Köpfen. Auf Antrag von Kommandant Michael Schütz wird die Feuerwehr Weßling ab Januar 2017 jeweils donnerstags (19.30 Uhr) wieder getrennte Übungen absolvieren. Die Gründe dafür will Schütz an diesem Abend nicht breittreten. Nur soviel: „Es liegt an der Philosophie der Übungsqualität und ist allein ein Problem in der Führungsetage.“

Bisher fanden die gemeinsamen wöchentlichen Übungsabende beider Feuerwehren jeweils montags statt. Nach eingehender Diskussion gab eine überwältigende Mehrheit dem Antrag statt. Gleichzeitig forderte Schütz seine Mannschaft auf, wieder zu alter Stärke und Kameradschaft zurückzufinden: „Mit diesem Antrag müssen und wollen wir Farbe bekennen.“ Anders sah das Gemeindevertreter Michael Sturm. „In den Einsätzen braucht man sich einfach, solche Sachen kann man nur gemeinsam machen“, sagte der Vizebürgermeister und sprach sich gegen getrennte Übungen aus. Trotz des Alleingangs soll es den Weßlinger Aktiven ab Januar weiterhin offenstehen, auch an den Montagsübungen der Feuerwehr Oberpfaffenhofen teilzunehmen, so der Kommandant.

Letztes Jahr absolvierten die 45 aktiven Weßlinger Floriansjünger 215 Einsätze und verbrachten 450 Stunden bei Übungen. Angesichts von 37 gefluteten Kellern, fünf Bränden, diversen Autounfällen sowie ganzen 124 First Responder Einsätzen ließ die Weßlinger Mannschaft nichts unversucht, wenn es um die Sicherheit der Bürger ging. Der First Responder Dienst sah sich im Laufe des Jahres mit fünf Reanimationen konfrontiert. Davon verliefen vier erfolgreich. Der harte Kern des nur fünf Köpfe starken First-Responder-Teams sehnt sich nach Verstärkung: „Wir brauchen unbedingt mehr Leute, die an Feiertagen, nachts und am Wochenende fahren“, so Korbinian Schöpp und Daniel Penzl.

Bewegt ging es in 2015 auch bei der Jugendfeuerwehr zu. Sechs Jugendliche absolvierten unter Leitung von Nicole Maya elf Übungen und empfingen die Günterslebener Jugendfeuerwehr zum Flugwerftbesuch Oberschleißheim sowie zum lustigen Nachtlager im Schulungsraum. Frischer Wind weht den Weßlingern nicht nur mit den neuen „alten“ Übungstraditionen in Haus.

Robert Allgaier trat aus persönlichen Gründen vom Amt des ersten Vorsitzenden zurück. Sein Nachfolger ist der bisherige Vizevorstand Günther Schöpp. Zum Vizevorsitzenden wählte die Jahreshauptversammlung am Freitag Alexander Salaw. Oliver Scheibenpflug bleibt Schriftführer und Martin Dahlhaus Kassier. Auch die Beisitzer Korbinian Puchner und Peter Heitzer wurden in ihren Ämtern bestätigt. Kassenprüfer sind Anton Wunderl und Isabelle Steffek.

nh

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