Räumung am Hauptbahnhof - das war der Grund

Räumung am Hauptbahnhof - das war der Grund
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Hier ist für den Straßenverkehr (eigentlich) Schluss: Die Grünsinker Straße mündet seit Dezember in einen Geh- und Radweg.

Umfahrung Weßling 

Von wegen Dornröschenschlaf

Auch die letzten Ver(w)irrten wissen nun: Die Grünsinker Straße ist als Zubringer zur Autobahn nicht erwünscht. Ein Pfosten soll zum Umdrehen zwingen.

Weßling – Während die Verkehrsberuhigung der Weßlinger Hauptstraße noch immer die Gemüter bewegt (wir berichteten), sinkt die Grünsinker Straße seit Anfang Dezember schön langsam in den gewollten Dornröschenschlaf. Sie ist hinter der Kapelle für den Straßenverkehr gesperrt. Ein paar Ver(w)irrte folgen allerdings noch immer ihren nicht aktualisierten Navigationsgeräten oder nehmen aus Gewohnheit die kürzere Verbindung zur Autobahn. Und das, obwohl die Straße bei der Einfahrt als Sackgasse gekennzeichnet ist und ab der Grünsinker Kapelle ein Fahrverbot gilt. Lastwagen über 7,5 Tonnen dürfen hier schon lange nicht mehr fahren, seit Eröffnung der Umgehungsstraße wurde das Verbot auf alle Kfz-Fahrzeuge ausgeweitet.

Die fehlgeleiteten Autos hielten sich insgesamt in Grenzen, betont Bürgermeister Michael Muther auf Rückfrage. Nichtsdestotrotz: Ab und an rollen die Autos trotzdem an der beschaulichen Grünsinker Kapelle vorbei. Dort ist dann definitiv Schluss. Darauf weist nicht nur das Verbotsschild hin, sondern auch die Straße, die bis auf drei Meter für die Radler zum Feld- und Waldweg zurückgebaut worden ist. Manche drehen jetzt um. Andere lassen sich noch immer nicht beirren und fahren weiter. Kurz vor dem Ziel stoppt sie dann eine Schranke, würde man zumindest meinen: „Meistens kehren sie dann um“, weiß der Rathauschef. Bis auf ein paar wenige, die den langen Weg zurück scheuen und verbotenerweise den Radweg nehmen.

Bald wird auch das nicht mehr möglich sein: „In Zukunft soll ein zusätzlich auf dem Radweg angebrachter Pfosten die Durchfahrt vom Kraftfahrzeugverkehr endgültig verhindern“, kündigt der Rathauschef an. Allerdings erst im Frühjahr, denn Februar und März könnten durchaus noch Minustemperaturen mit sich bringen. Und frieren die Pfosten an eisigen Tagen ein, lassen sie sich schwer oder gar nicht entfernen. Das wiederum würde die Räumfahrzeuge davon abhalten, den Fahrradweg von Schnee und Eis zu befreien, erläutert der Bürgermeister.

Schon jetzt hat die Rathausverwaltung die Polizeiinspektion auf die Falschfahrer hingewiesen und darum gebeten, die Strecke vermehrt zu überwachen. Und man kann davon ausgehen, dass irgendwann auch die Route in den Navigationssystemen angepasst wird.

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