Gäste herzlich willkommen: Julia Aenishänslin hat das Restaurant des Hotel Seehof in Weßling nun für alle Besucher geöffnet.
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Gäste herzlich willkommen: Julia Aenishänslin hat das Restaurant des Hotel Seehof in Weßling nun für alle Besucher geöffnet.

Neuigkeiten im Bauausschuss

Hotel Seehof in Weßling: Restaurant geöffnet, Umbau verschoben

  • Peter Schiebel
    VonPeter Schiebel
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Mit dem Ende des Lockdowns ist auch im Hotel Seehof in Weßling der Betrieb wieder richtig gestartet. Gleichzeitig hat der Weßlinger Bauausschuss die Voraussetzungen für eine Erweiterung des Betriebes geschaffen und dem Bauantrag zugestimmt.

Weßling – Der Zeitplan ist schon länger durcheinander gewirbelt. Ursprünglich hatten Julia und Florian Aenishänslin gehofft, dass der Lockdown zu Ostern endet und sie dann in ihrem Hotel Seehof in Weßling richtig loslegen können. Es kam bekanntlich anders – und das hat zur Folge, dass die beiden den geplanten Umbau des 42-Zimmer-Hotels bis auf Weiteres verschieben. „Wir werden jetzt erst mal das Hotel wieder zum Laufen bringen“, sagt Julia Aenishänslin im Gespräch mit dem Starnberger Merkur.

Voller Engagement hat das Ehepaar Anfang des Jahres den Betrieb von den ehemaligen Pächtern übernommen, das Gebäude selbst gehört ihnen schon länger. Den Lockdown nutzten die Aenishänslins, um zehn Zimmer komplett zu renovieren und unter anderem Bäder und Türen ebenso zu erneuern wie den Poolbereich. Auch Heizkörper und Toiletten wurden ausgetauscht.

Fix und fertig ist auch der Plan für den Umbau: Aus den derzeit 42 Einzel- und Doppelzimmern sollen zehn Einzel-, 26 Doppel- und vier Familienzimmer werden, um die gewachsene Nachfrage deutscher Urlauber befriedigen zu können. Zudem soll das Restaurant bis zum Zaun am See vergrößert werden und so auch einen eigenen Zugang bekommen, auf dass die Gäste nicht mehr an der Hotelrezeption vorbei müssen. „Schaffung einer angemessenen Gaststätte vor allem für die ortsansässige Bevölkerung“, lautet eines der Planungsziele, über die der Grundstücks- und Bauausschuss des Weßlinger Gemeinderats kürzlich beraten hat. „Schaffung einer attraktiven Zugangsmöglichkeit für den Besucher von der Seeseite, unabhängig vom Hotelzugang“, lautet ein weiteres Ziel. Hinzu kommt der Neubau eines zweiten Treppenhauses im Zuge des Brandschutzes.

„Wir waren eigentlich schon in den Startlöchern und wollten im Oktober loslegen“

Einstimmig fassten die Gemeinderäte den Satzungsbeschluss für den erforderlichen Bebauungsplan – und ebenso einstimmig erteilten sie das gemeindliche Einvernehmen zu dem Bauantrag, den die Aenishänslins auf Basis des Bebauungsplans gestellt hatten. Nun muss nur noch das Landratsamt zustimmen, dann liegt Baurecht vor. „Wir waren eigentlich schon in den Startlöchern und wollten im Oktober loslegen“, sagt Julia Aenishänslin. Aufgrund des langen Lockdowns sei es nun aber nicht möglich, so kurz darauf das Hotel für die Zeit des Umbaus schon wieder komplett zu schließen.

Umso mehr freut sich die Eigentümerin, dass der Betrieb im Restaurant kürzlich gestartet ist. Es steht jetzt nicht mehr nur den Hotelgästen zur Verfügung, sondern allen Gästen – Urlaubern und Tagesausflüglern, vor allem aber auch den Weßlingern. Mit den ersten Tagen ist Julia Aenishänslin zufrieden. Allerdings könne sie beim Personal noch Verstärkung gebrauchen, sagt sie. Die von der Regierung kurzfristig beschlossenen Lockdown-Lockerungen seien im Übrigen „organisatorisch eine Herausforderung“ gewesen, sagt die Chefin und verteilt ein dickes Lob: „Wir sind froh, dass wir so tolle Mitarbeiter haben.“

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