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Roland von Rebay bewirbt sich um das Amt des Weßlinger Bürgermeisters. 

Kommunalwahl 

Kommunalwahl 2020: Kandidatur auf eigene Faust

Er versucht es auf eigene Faust: Roland von Rebay aus Weßling will bei der Kommunalwahl 2020 Bürgermeister seiner Heimatgemeinde werden.

Weßling –„Als einziger Kandidat bin ich unabhängig, keiner Partei, sondern nur Ihren Anliegen und unserem Dorf verbunden“, mit diesen Worten bewirbt sich der 62-Jährige bei den Bürgern. Und übt Kritik am Wahlgesetz, das unabhängigen Bewerbern bei der Kommunalwahl 2020 „einige Hürden in den Weg legt“.

Schon im Sommer gründete Roland von Rebay den Verein „Einer für alle“. Dieser agiert als so genannte „nicht organisierte Wählergruppe“ und wird am 17. Dezember den Wahlvorschlag einreichen. Im Anschluss, ab 18. Dezember, müssen sich mindestens 120 Bürgerinnen und Bürger im Weßlinger Rathaus einfinden, um die dort ausliegende Unterstützerliste zu unterschreiben. „Erst dann darf ich mich überhaupt als Kandidat bewerben“, erklärt von Rebay und ärgert sich, dass es parteifreien Kandidaten so viel schwerer gemacht wird als Bewerbern, die unter der Flagge einer Partei antreten, die im Landtag sitzt. Erschüttern lässt er sich davon nicht. Der Verein zählt mittlerweile rund 40 Mitglieder aus allen Weßlinger Ortsteilen.

Kommunalwahl 2020: Welche Aufgaben hat der Bürgermeister?

Von Rebay engagiert sich schon seit vielen Jahren in der Ortspolitik. Er kämpfte federführend für den Bau der Weßlinger Umgehung, engagierte sich für den Rückbau der Hauptstraße und ist derzeit als Sprecher des Lenkungskreises Schulhausneubau aktiv. Zuvor war er bereits als Vorsitzender des Grundschul-Fördervereins im Einsatz. Von Rebay war sechs Jahre Mitglied des Kreistags und elf Jahre im Gemeinderat. Dabei vertrat er die CSU und später die FDP, bevor er sich für ein Engagement als Parteifreier entschied.

In regelmäßigen Rundbriefen äußert sich der Wirtschaftsmediator ausführlich zu Weßlinger Ortsthemen. Im Vordergrund stehen die drängendsten Aufgaben und Problembereiche, die von Rebay mit seinem Verein im Rahmen einer Umfrage ermittelt hat. Verkehrsregelungen und deren Überwachung, die Stärkung des Wochenmarkts, der dörfliche Charakter, der Status quo des Flughafens und altengerechtes Wohnen – diese und andere Aufgabenstellungen beschäftigen die Weßlinger.

Das Thema Wohnraum steht auch bei von Rebay ganz oben auf der Agenda. Dabei setzt er auf Nachverdichtung im Innenbereich. Denn weitere Flächenversiegelung sieht von Rebay kritisch. „Während die Einwohnerzahl in Bayern von 1980 bis 2017 nur um 19 Prozent gestiegen ist, nahm die Siedlungs- und Verkehrsfläche um 51 Prozent zu.“ Diese Flächen würden von den Einheimischen mitbezahlt. „Wir finanzieren also die Infrastruktur mit, die der Zuzug von außen bringt.“ Da die Flächen immer rarer würden, werde Wohnraum immer teurer. „So haben viele hier wohnhafte Menschen Probleme, weiter in unserem Dorf leben zu können.“ Die Versiegelung sei unbedingt einzudämmen, auch mit Blick auf Natur- und Klimaschutz.

Wichtig ist von Rebay auch die Stärkung des Wochenmarkts sowie der Geschäftssituation im Ortsbereich. Wochenmärkte brächten Leben in die Dörfer und Städte zurück und seien sozusagen regionale „Einkaufszentren“ für frische Lebensmittel. „Sie sind eine Plattform für Kommunikation und Lebensqualität“, findet er. Dazu kommt die Entwicklung von Geschäftsalternativen im Ort, beispielsweise beim Bahnhof.

Von Rebay ist in Weßling aufgewachsen, er ist verheiratet und hat vier Kinder. Neben von Rebay bewerben sich Andreas Lechermann (CSU), Sebastian Grünwald (Grüne) und Klaus Ebbinghaus (SPD) um den Posten im Weßlinger Rathaus.

Alle Infos und News zur Kommunalwahl 2020 im Landkreis Starnberg finden Sie immer aktuell auf unserer großen Themenseite.

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