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In der Stichwahl: Andreas Lechermann (CSU, l.) und Michael Sturm (FW) . 

Kommunalwahl 2020

Entscheidung zwischen Sturm und Lechermann

Auch in der Gemeinde Weßling bleibt es spannend. Andreas Lechermann (CSU) und Michael Sturm (FW) müssen in die Stichwahl. 

Weßling – Michael Sturm (FW) und Andreas Lechermann (CSU) haben es in Weßling in die Stichwahl geschafft. Sturm liegt mit 33,9 Prozent ganz vorne, Lechermann folgt mit 27,2 Prozent auf dem zweiten Platz. Der Politikneuling Sebastian Grünwald (Grüne) brachte es aus dem Stand auf 21,1 Prozent. Roland von Rebay (parteilos) und Klaus Ebbinghaus (SPD) lagen mit 9,7 beziehungsweise 8,1 Prozent deutlich abgeschlagen – und erwiesen sich als gute Verlierer. Beide bedankten sich bei den Mitstreitern für einen „fairen, spannenden Wahlkampf“.

Von 4231 Wahlberechtigten gaben 3103 ihre Stimme ab, das sind 73,3 Prozent. Kämmerer Sebastian Görlitz schätzte die Briefwähler auf rund 1970. „Heute sind noch etwa 20 weitere dazu gekommen“, erzählte er. Drei der fünf Kandidaten verfolgten im Bürgermeisterzimmer auf der Leinwand gespannt die fünf Balken, die sich mit jedem ausgezählten Wahlkreis leicht verschoben.

Von Anfang an hatte Sturm (52) die Nase vorn, Grünwald lag anfangs noch Lechermann (34). Das änderte sich aber schnell. „Ich bin hochzufrieden“, freute sich Lechermann. Ob er diesen ersten Erfolg erwartet habe? „Nein, aber ich habe es natürlich gehofft.“ Sturm stieß später für das Foto dazu, musste aber gleich wieder zurück nach Hochstadt, wo er im Wahlhelferteam als Beisitzer „Handlangerarbeiten“ verrichtete, wie er sagte. „Ich freue mich sehr, dass ich es in die Stichwahl geschafft habe.“ Ebenso zufrieden war Grünwald. „Ich wollte über 20 Prozent kommen und das ist mir gelungen“, sagte er. „Ich wünsche den beiden alles Gute – wir sehen uns im Gemeinderat wieder.“

Klaus Ebbinghaus sprach von einer „tollen Erfahrung“. Dem konnte sich Roland von Rebay nur anschließen. „Die Erfahrung, so ganz unabhängig und ohne Apparat zu kämpfen, war unbezahlbar“, sagte er. „Ich habe alles gegeben, hatte die Unterstützung von wenigen Freunden. Jetzt freue ich mich auf mein glückliches Leben mit meiner Familie.“ Als Gemeinderat wird er in Zukunft nicht mehr vertreten sein.  

Michèle Kirner

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