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Der wiedergewählte Vorstand des SC Weßling mit (v.l.) Thomas Stremel (Schatzmeister), Claudia Bruns (Schriftführerin), Catherine Müller (2. Vorsitzende) und Dr. Henrik Rebhan (1. Vorsitzender) mit dem Modell des neuen Sportheims.

SC Wessling

Mitglieder segnen Bau des Vereinsheims ab

Die Vorstandschaft des SC Weßling hat auf der Jahresversammlung seinen Mitgliedern die Pläne für das neue Vereinsheim vorgelegt. Die Kosten liegen bestenfalls bei 500 000 Euro, schlimmstenfalls bei 700 000 Euro. 

Weßling – Im Herbst können die Sportler des SC Weßling höchstwahrscheinlich doch noch nicht wie ursprünglich angepeilt im neuen Vereinsheim am Meilinger Weg einziehen. Die Aussichten stehen aber gut, dass Anfang 2019 zumindest die „Hülle“ ohne Ausstattung steht, kündigte Dr. Henrik Rebhan in der Jahresversammlung des Vereins am Mittwochabend den rund 70 Anwesenden im Gasthof Schuster in Hochstadt an.

Den Neubau hatten der Vereinsvorsitzende und seine einstimmig wiedergewählten Mitstreiter – stellvertretende Vorsitzende Catherine Müller, Schriftführerin Claudia Bruns und Kassier Thomas Stremel – auf die Prioritätenliste gesetzt. Sie hatten Pläne geschmiedet, Bedürfnisse abgefragt und sich mit den finanziellen Möglichkeiten des SCW befasst. Jetzt liegt der Antrag beim Landratsamt, und zum Loslegen fehlte den Initiatoren lediglich die Zustimmung der Mitglieder.

Die Skizzen des Gebäudes stellte der verantwortliche Architekt Clemens Pollok am Mittwoch vor. Auf dem 300 Quadratmeter großen vereinseigenen Areal sollen von außen zugängliche Umkleidekabinen und Toiletten, Lager, Küche, Kiosk sowie ein großer Allzweckraum entstehen – behindertengerecht und einschließlich einer überdachten Terrasse.

Konservativ gerechnet lägen die Baukosten bei annähernd 700 000 Euro. Ein Worst-Case-Szenario, betonte der Kassier. Geht man dann noch davon aus, dass nicht ein Euro gespendet wird, wäre – neben dem 100 000 Euro und „hoffentlich zinslosen“ Darlehen der Gemeinde und abzüglich der erwarteten Zuschüsse von 80 000 Euro sowie dem Eigenkapital von 70 000 Euro – noch ein Betrag in Höhe von 257 000 Euro von der Bank notwendig. Die Verzinsung inklusive der Betriebskosten des Hauses würde den Verein damit jährlich 28 000 Euro kosten. Der Sportclub lag 2016 mit 1502 Mitgliedern (aktuell sind es 1581) aber nur mit 26 000 Euro im Plus. „Die Mitgliederbeiträge müssten in diesem Fall um 17,80 Euro pro Nase erhöht werden“, rechnete Stremel vor.

Ob dieser Prognosen wurde es ganz still im Saal. „Das wird nicht passieren“, zeigte sich Dr. Rebhan zuversichtlich. Er ging von der ebenfalls vorgestellten Variante mit Kosten von 500 000 Euro aus, in die Eigenleistungen und finanzielles Entgegenkommen der ortsansässigen Betriebe einkalkuliert sind. Im besten Fall und bei einem Spendenaufkommen von 80 000 Euro reichte dann das Gemeindedarlehen aus. Die jährlichen Beiträge zwischen 60 und 96 Euro erhöhten sich in dieser optimistischsten Fassung um lediglich 7,60 Euro.

Details wie beispielsweise die Frage, wohin mit der Technik und dem Material im abrissreifen Sporthaus, werden noch geklärt. Und dass, wie von einem Abteilungsleiter befürchtet, Paragraf 9 der Satzung in Kraft tritt und die Beiträge verfünffacht werden, sei unrealistisch, beschwichtigte Schriftführerin Bruns und verwies auf die maximale Erhöhung des Jahresbeitrags um 17,80 Euro.

Die Präsentation der Pläne überzeugte offensichtlich auch den letzten Skeptiker: Neben vier Enthaltungen gaben die Stimmberechtigten grünes Licht für den Bau eines neuen Vereinsheimes.

Michèle Kirner

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