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Nagelneu ist die Ampelanlage beim DLR in Oberpfaffenhofen. Sie soll vor allem das Ein- und Ausfahren auf das DLR-Gelände erleichtern. 

Neue Kreuzung beim DLR

700 000 Euro für mehr Sicherheit

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Seit zwei Monaten ist die neue Ampelanlage beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen in Betrieb. Die Beschwerden halten sich in Grenzen. Beobachtet wird die Entwicklung trotzdem.

Oberpfaffenhofen – Wer früher von Gilching kommend nach links auf das Gelände des DLR abbiegen wollte, musste oft lange warten. Noch schwieriger war es für diejenigen, die aus dem Gelände raus nach links in Richtung Weßling fahren wollten: Auf der Staatsstraße gilt Tempo 70, sie ist stark befahren. Entsprechend lang standen die Autofahrer in der Ausfahrt, um sich dann mitunter halsbrecherisch mit ihren Pkw in den fließenden Verkehr einzureihen.

Das ist nun Vergangenheit. 700 000 Euro ließ sich das DLR den aufwendigen Umbau der gesamten Einfahrt auf das Gelände kosten, plus Ampelanlage. Geplant und gebaut hat die neue Kreuzung das Staatliche Bauamt in Weilheim – quasi im Auftrag des DLR. Bei den Autofahrern, die nicht auf das Gelände müssen, sondern im Berufsverkehr geradeaus über die Ampel fahren, ist die Begeisterung weniger groß.

Christian Probst, für den Landkreis Starnberg zuständiger Abteilungsleiter beim Staatlichen Bauamt Weilheim, kennt das schon. „Wenn Anlagen ihren Betrieb aufnehmen, gibt es Beschwerden“, sagt er. Zwar hielten sich diese bei der DLR-Ampel vergleichsweise in Grenzen, „aber der eine oder andere hat wohl schon gemeckert“. Denn als aus Herrsching kommende Autofahrer kann man sich gegängelt fühlen: Erst die Verkehrsnasen in Weßling, dann die Ampeleinmündung am DLR und dann auch noch die Anlage beim ASTO-Park.

„Vom Grundsatz her sollen die Ampeln aber natürlich positiv wirken“, erklärt Probst. Das heißt, sie sollen den Verkehrsfluss unterstützen und für mehr Sicherheit sorgen. Ob es zu Stoßzeiten immer wieder zu Staus an diesen Knotenpunkten kommt, werden sich die Verantwortlichen in den nächsten Monaten gut anschauen.

„Grundsätzlich wurde eine der Verkehrslage entsprechende Schaltung eingerichtet“, erklärt Probst. Das heißt, die Staatsstraße ist zwar bevorrechtigt. In den Morgenstunden allerdings genießen die von Gilching kommenden Linksabbieger längere Grünphasen. Abends gibt es diese dann für die Ausfahrer. Die endgültige Abnahme der Ampelanlage erfolgt kommende Woche. Derzeit ist sie 24 Stunden in Betrieb, „Sie soll in Zukunft aber voraussichtlich nachts von 22 bis 5 Uhr ausgeschaltet werden, das wird vom Landratsamt noch angeordnet“, kündigt Probst an.

Zusätzlich zum Umbau der Kreuzung ist auch die Bushaltestelle neu angelegt worden. Weil es zum angrenzenden Gelände ein Gefälle gibt, wurde aus Sicherheitsgründen parallel zur Haltestelle und Gehsteig ein massives Stahlgitter angebracht. Im Weßlinger Gemeinderat war dessen Optik schon bemängelt worden. „Ja, über die optische Gestaltung kann man wohl streiten“, räumt Probst ein. „Aber das Gitter musste einfach dahin.“

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