Messer-Mann ersticht Frau mitten auf der Straße - Täter auf der Flucht

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Ungeliebte Plagegeister: Gänsen gefällt es auch am Weßlinger See sehr gut.

Natur

Nichts zu melden gegen die Gans

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Die Gänse fühlen sich nicht nur am Ammersee wohl, sondern haben längst auch den Weßlinger See entdeckt.

Weßling– Mittlerweile ist im Weßlinger Rathaus die erste Meldung über ein Kind mit einem Hautausschlag eingegangen, was die Mutter auf das Bad im See zurückführt, berichtet Bürgermeister Michael Muther gegenüber dem Starnberger Merkur.

Schuld am Ausschlag sind sogenannte Zerkarien. Das sind Larven von Saugwürmern, die Enten und Gänse über den Kot ausscheiden. Daraufhin legen sie sich auf der Wasseroberfläche auf die Lauer nach potenzieller Nahrung. Ihr Leibgericht sind Wasservögel. Nur ganz aus Versehen fallen sie über ahnungslose Schwimmer her.

Brudnjak beobachtet jeden Morgen 30 Gänse

Gefährlich ist die mit dem Befall ausgelöste Bade-Dermatitis nicht – was dem Betroffenen wenig hilft, dessen Haut sich mit juckenden Pusteln überzieht. Ein Wildbiologe, den unsere Zeitung bezüglich der Herrschinger Problematik einst interviewte, sprach die Gänse von jeglicher Schuld frei. Die hier verbreiteten Grau-, Nil- und Kanadagänse entleerten ihre Notdurft nämlich an Land, erklärte der Wissenschaftler. Die wahren Bösewichte seien die Enten: Sie koten ins Wasser.

So oder so empfinden dieBadegäste die Hinterlassenschaften an Land als eklig. Claudius Brudnjak beobachtet von seinem Arbeitsplatz am Kiosk aus jeden Morgen 30 bis 40 Gänse. Sobald die ersten Sonnenanbeter auftauchen, „hauen die Vögel ab“, sagt der Betreiber vom Wasserberghäusel. Den Eindruck, dass die Population in den vergangenen Jahren zugenommen hat, habe er nicht.

„Unsere Kioskbetreiber haben das gut im Griff“

Viel ausrichten könne man gegen die Plagegeister nicht, bedauert Bürgermeister Muther. Einen Seeadler einzusetzen, wie es die Herrschinger überlegen, käme nicht in Frage. Der Abschuss durch Jäger sei aufgrund der Nähe zur Wohnbebauung und wegen der zahlreichen Passanten ebenso wenig möglich. „Das nutzt ohnehin nichts“, weiß Muther aus Erfahrung. Vor rund zehn Jahren sei auf der Wiese in Grünsink nämlich schon einmal die Jagd auf Gänse eröffnet worden. Das schlaue Federvieh lernte aber schnell dazu. „Sobald das Auto vom Jäger einparkte, flogen sie davon.“ Bei jedem anderen Fahrzeug grasten sie ganz gemütlich weiter. „Wenn der Strand total zugekotet ist, könnten wir ihn mit einer Kehrmaschine reinigen“, überlegt Muther.

Auch an den Ufern des Wörthsees lassen sich die Gänse gerne nieder. „Unsere Kioskbetreiber haben das aber gut im Griff – sie spannen am Ufer Netze auf. Das hält die Gänse fern“, berichtet Wörthsees Bürgermeisterin Christel Muggenthal. Auch auf dem Gelände der Gemeinde Seefeld am Wörthsee herrscht weitgehend Ruhe. Pächter Ludwig Dosch hat dort ebenfalls den Seezugang mit Netzen nachts abgesperrt – seit Jahren schon. Auch am Pilsensee gibt es offiziell keine Beschwerden. „Am Campingplatz dort arbeitet man ebenfalls mit einem Gänsezaun“, weiß Bürgermeister Wolfram Gum.

Von Michèle Kirner und Hanna von Prittwitz

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