Auszeichnung für das Team: Dr. Günter Strunz (Abteilungsleiter Georisiken und zivile Sicherheit), Dr. Monika Gähler (Leiterin ZKI) und Prof. Stefan Dech (Direktor Deutsches Fernerkundungsdatenzentrum, DFD, v.l.).
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Auszeichnung für das Team: Dr. Günter Strunz (Abteilungsleiter Georisiken und zivile Sicherheit), Dr. Monika Gähler (Leiterin ZKI) und Prof. Stefan Dech (Direktor Deutsches Fernerkundungsdatenzentrum, DFD, v.l.).

Auszeichnung

Oberpfaffenhofen: Ehrennadel für DLR-Zentrum

Das Zentrum für satellitengestützte Kriseninformation (ZKI) im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen hat die Ehrennadel der Deutschen Raumfahrt erhalten.

Oberpfaffenhofen - Mit der Ehrennadel würdigt die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR) „die herausragenden Leistungen des Teams in der Nutzung von Erdbeobachtungsdaten nach Naturkatastrophen und in der humanitären Hilfe“, heißt es in einer Mitteilung. Das ZKI beschafft und analysiert die Erdbeobachtungsdaten mit dem Ziel, aktuelle Lageinformationen bereitzustellen. Diese unterstützen Hilfsorganisationen und staatliche Stellen bei Katastrophen. Die Auszeichnung der DGLR wurde beim Deutschen Luft- und Raumfahrtkongress (DLRK) in Bremen überreicht. Das ZKI hatte Satellitendaten ausgewertet und die ersten hochauflösenden Luftbildaufnahmen mit einer DLR-Kamera in Echtzeit an Bord des Flugzeugs verarbeitet. Die Helfer in den betroffenen Orten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz konnten dadurch schnell erkennen, welche Infrastrukturen für Rettungseinsätze noch nutzbar waren. Bei Erdbeben, Vulkanausbrüchen, Tsunamis, Überschwemmungen, Waldbränden, Stürmen und anderen Katastrophen weltweit liefert das ZKI Informationen. Nach der schweren Explosion im Hafen von Beirut im August 2020 fertigte das ZKI beispielsweise Vorher-Nachher-Karten an. „Wir haben schon um die Jahrtausendwende das enorme Potenzial von Satellitendaten für die Katastrophenhilfe und die zivile Sicherheit erkannt. Im Jahr 2004 übernahm das eigens hierfür gegründete ZKI diese Aufgabe. Beim Tsunami im Indischen Ozean oder dem Hochwasser an Elbe und Donau hat das ZKI schon früh seine Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt“, sagt Prof. Stefan Dech, Direktor des Deutschen Fernerkundungsdatenzentrum (DFD) in Oberpfaffenhofen. Seit 2004 hat das ZKI mehr als 800 Kriseneinsätze durchgeführt. Es ist eine Einrichtung im DFD in Oberpfaffenhofen. Zum Kernteam zählen heute rund zehn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Je nach Ereignis kommen kurzfristig weitere Spezialistinnen und Spezialisten aus dem Earth Observation Center (EOC) und anderen DLR-Instituten hinzu. mm

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