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Poller nicht nur in Grünsink

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Von: Hanna von Prittwitz

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Immer wieder beschädigen Autofahrer die Schranke bei Grünsink, weil sie dort nicht weiterkommen. Poller sollen nun Abhilfe schaffen.
Immer wieder beschädigen Autofahrer die Schranke bei Grünsink, weil sie dort nicht weiterkommen. Poller sollen nun Abhilfe schaffen. © Michèle kirner

Nichts als Ärger hat die Gemeinde Weßling mit der Verkehrsschranke in Grünsink. Poller sollen helfen, auch an anderer Stelle im Ort.

Weßling - In der Sitzung am Dienstag rechnete Bürgermeister Michael Sturm vor, dass die Gemeinde bisher rund 20 000 Euro allein für die Reparatur ausgegeben habe. Immer wieder lassen Autofahrer ihren Frust an der Schranke aus, nachdem sie das Navi von Weßling aus über Grünsink Richtung Autobahn geführt hat und sie dann vor der Schranke enden.

Schon in der Oktobersitzung war daher die Idee aufgekommen, die Schranke durch versenkbare Poller zu ersetzen (wir berichteten). Eine Entscheidung über ein Investment dieser Art in Höhe von mindestens 15 000 Euro trafen die Räte jedoch nicht.

Denn es gibt noch an anderer Stelle in Weßling Bedarf, nämlich an der Schranke beim Seehäusl am Seefeld, die schon länger außer Betrieb ist. Auch dort könnte ein Poller helfen, wobei in beiden Fällen weitere Vorkehrungen zu treffen sind, damit renitente Autofahrer den Poller in der Straßenmitte nicht einfach umfahren. Sturm wollte jedoch nicht gleich in zwei Poller an zwei unterschiedlichen Stellen investieren. „Wir haben so was noch nie gemacht, und man findet auch in anderen Gemeinde diese Lösung nicht so oft“, sagte er vorsichtig. Ihm sei es lieber, die Poller erst mal an der Seefelder Straße auszuprobieren.

Klaus Ebbinghaus (SPD) fürchtete, die Versenkung der Poller könnte zu lange dauern. Er habe den Poller am Birkenweg in Steinebach mal beobachtet, „da hat das sechs Minuten gedauert. Das ist für die Feuerwehr zu lange“. Sturm entnahm seinem Infoblatt eine andere Zeit, nämlich zwischen sechs und zehn Sekunden, das Signal gibt die Feuerwehr über Funk. „Das Hochfahren dauert dann länger, aber das ist ja auch gut so“, sagte er mit Blick auf die Schäden, die so ein Poller an Fahrzeugen verursachen kann.

Sturm war überzeugt, dass die Poller weniger reparaturintensiv sind, noch dazu sei die Situation für Radler und Fußgänger durch sie sehr viel angenehmer. Ob die Gemeinde nun erst mit Pollern am Seefeld ein Versuchsprojekt startet, darüber war man sich uneins. Nun soll die Verwaltung für diesen Fall die genauen Kosten klären. In der Dezembersitzung wollen die Räte dann Nägel mit Köpfen machen.

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