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Tagsüber kann in Weßling nicht so schnell gefahren werden. Dafür sind die Lkw nachts umso schneller unterwegs. Claus-Peter Fahrenschon ist in Weßling nachts unterwegs – und stellt sein Fahrzeug nur noch mit Warnblinklicht ab.

Verkehrsüberwachung

Raser schrecken die Anwohner

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Durch die Hauptstraße Weßlings quält sich der Verkehr meistens eher zäh – nicht zuletzt wegen der zahlreichen „Nasen“, die dort kurz nach der Eröffnung der Weßlinger Umfahrung vor einem Jahr angebracht wurden.

Weßling – Schnell geht da eigentlich selten etwas. In der Nacht allerdings, da wird durch Weßling offensichtlich derart gerast, dass die Anwohner senkrecht in ihren Betten sitzen. Am Dienstagabend war dieses Problem Thema im Gemeinderat.

Sabrina Knauf lebt mit ihrer Familie direkt an der Hauptstraße. In der Bürgerfragestunde vor der öffentlichen Gemeinderatssitzung ergriff sie das Wort. „Die Hauptstraße wird als Rennstrecke genutzt“, berichtete sie. Jede Nacht, zwischen drei und vier Uhr, würden mehrere schwere Lkw durch Weßling jagen. Nur am Wochenende herrsche Ruhe. „Wir haben sehr gute Schallschutzfenster – und trotzdem hören wir das. Da wird es sicher Anwohner geben, die das noch mehr stört“, sagte die Weßlingerin.

Auch Claus-Peter Fahrenschon (72) kennt das Problem. Er trägt seit vielen Jahren in Weßling Zeitungen aus. Was sich mittlerweile zwischen drei und vier auf der Weßlinger Hauptstraße abspiele, „das können Sie sich nicht vorstellen“. In Richtung Seefeld donnerten eigentlich immer die gleichen Speditions-Lkw. Aber auch aus Richtung Seefeld rase jede Nacht zwischen drei und vier ein Jeep im Slalom durch den Ort. Derzeit sei es noch gefährlicher, weil im Kreuzungsbereich Grünsinker Straße die „Nasen“ wegen einer Baustelle entfernt worden seien. „Da donnern die Autofahrer durch, und weiter hinten beim Betreuten Wohnen wird es dann plötzlich eng.“ Er stelle sein Auto beim nächtlichen Austragen nur noch mit Warnlicht auf der Straße ab, „aus Sicherheitsgründen“.

Laut Bürgermeister Michael Muther sind nachts schon Messungen durchgeführt worden. Das ist allerdings schon einige Zeit her. Er werde Messungen dieser Art jedoch beim Zweckverband Kommunale Verkehrsüberwachung in Auftrag geben, Zuhörer Sigfried Schwemm wusste von Fußgängerampeln, die auf Rot schalten, wenn die Autofahrer zu schnell unterwegs sind – eine Ampel dieser Art soll es bereits in Pöcking geben. Dort will die Verwaltung mal nachfragen. Muther hatte allerdings keine großen Hoffnungen, dass die Regierung von Oberbayern hier mit sich reden lasse. Schließlich streite man mit dieser schon über die „Nasen“ auf der Hauptstraße. 

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