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Das Seefest des SC Weßling war eine Mordsgaudi. 
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SC Weßling

Affenbande macht beim Seefest das Rennen

Da war was los am Weßlinger See: Vor hunderten Schaulustigen fand das Seefest statt, inklusive „Spiel ohne Grenzen“

Weßling – Halbzeit: Die Spendenuhr hat die 50 000 Euro-Marke überschritten. Noch einmal so viel, dann ist das Spendensoll für den Bau des neuen Vereinsheims erreicht. Das vom SC Weßling ins Leben gerufene „Spiel ohne Grenzen“, das am Sonntag für ordentlich Gaudi und hunderte Schaulustige am Weßlinger See sorgte, sollte die Kasse weiter füllen.

Am Mikro moderierte Georg Reik ohne Rücksicht auf die Stimmbänder und coachte 16 Teams souverän durch die Wettbewerbe. Immer zu fünft mussten die Mannschaften einen anspruchsvollen Parcours bewältigen. Es galt, einen Golfball in einem Planschbecken zu platzieren, ohne Wellen an einem Seil zu surfen, einen Golfball in ein Planschbecken zu schlagen und beim Eierlauf eine gute Figur abzugeben. Höhepunkte waren dann der „Wet-Air-Jump“, bei dem die Teammitglieder von einem Trampolin aus über eine Stange in den See springen mussten – die Stange wurde immer höher gelegt, klar. Und zum Finale gab es noch ein zünftiges Fischerstechen.

Als Emil Rebhan sich beim „Wet-Air-Jump“ zum Sprung fertig machte, wurde es besonders laut. Im Laufschritt hielt der junge Mann auf das Trampolin zu, von wo aus er sich über die Hochsprungstange katapultierte. Zentimeterweise wurde die rote Stange höher gerückt und mit jedem Zentimeter drohte einem weiteren Konkurrenten das Aus. Am Ufer wurde gejubelt, gejohlt und geklatscht. Der eine oder andere Teilnehmer-Rücken glühte bereits rot vom Aufschlag auf die knallharte Wasseroberfläche. Egal: Die Springmeister grinsten alle. Auch von einem Floß aus feuerten die Zuschuaer an. „Emil“, schrien sie ihrem Champion zu, der schließlich zum Zwei-Meter-Sprung ausholte und sich so den ersten Platz sicherte. Toni Friedl, Nico Schneider, Emil und Ronja Rebhan und Niklas Remundos gehörten dem Team Affenbande an und waren die Erstplatzierten an diesem strahlenden Sommertag. Selbst wenn Remundos, der als Favorit ins Fischerstechen ging, von Luc Zilg dort vom Podest gestoßen wurde.

Zwischenzeitlich transportierte die Feuerwehr Pfarrer Anton Brandstetter zurück zu seiner Jubiläumsfeier im Pfarrstadel, von wo er zuvor mit dem Boot „entführt“ worden war. Wie berichtet, feierte Brandstetter am Sonntag sein 25. Priesterjubiläum. Am Mikro trieb Lotti Power-Feitz indessen die Versteigerungspreise in die Höhe. Ein Hemd, das der in Weßling lebende Sänger Andy Nichol bei einem Auftritt vollgeschwitzt haben soll, brachte 70 Euro für den Vereinsheimbau. Zu gewinnen war auch ein Frühschoppen für 50 Personen – er wurde für 450 Euro ersteigert. Insgesamt brachte allein die Versteigerung 3000 Euro für das Vereinsheim ein.

Die Fanclubs am Ufer, auf SUPs, in Booten oder auf bunten Gummitieren jubelten sich inzwischen warm. Kampfbereite Protagonisten in Kleidchen, mit bunten Bademützen oder in einer gepolsterten Skihose wankten auf das am Ruderboot befestigte Brett. „Scheiß’ wackelig“, befand Peter – und stürzte im Kampf. Dabei hatte alles seine Richtigkeit, das Schiedsgericht ließ sich nicht beirren trotz ausgelassener Forderungen nach dem Videobeweis.

Am Ende waren alle glücklich – mit dem Wetter, dem Ablauf, und vermutlich auch dem Erlös. Der finale Kassensturz wird aber erst in den nächsten Tagen gemacht.

Michéle Kirner

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