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Spatenstich beim SC Weßling: Schatzm eister Thomas Stremel, Vorsitzender Henrik Rebhan, Vize-Vorsitzende Cathy Müller, Schriftführerin Claudia Bruns und Bürgermeister Michael Muther (an den Spaten v.l.) auf dem 300 Quadratmeter großen Areal, wo das neue Vereinsheim entstehen soll. 

Spatenstich beim SC Weßling

Ehrenamtliche wollen 4000 Stunden ins neue Vereinsheim investieren - und müssen mit einer Verzögerung leben

Das neue Vereinsheim des SC Weßling soll Ende des Jahres fertig sein. Beim Spatenstich spricht der Architekt von einer „diskreten Verzögerung, die man akzeptieren muss“. Die Ehrenamtlichen wollen 4000 Arbeitsstunden leisten, den Rest übernehmen einheimische Firmen.

Weßling – Der Bau des neuen Vereinshauses für den SC Weßling hat begonnen. Vor einem guten Jahr erst schlug Vereinsvorsitzender Dr. Henrik Rebhan symbolisch mit dem Bohrhammer Löcher in das in die Jahre gekommene Sportgebäude. In kürzester Zeit war das Häuschen dem Erdboden gleich gemacht worden, das die Sportler 1965 in Eigenleistung gebaut hatten, und machte damit Platz auf dem 300 Quadratmeter großen Areal – laut Bürgermeister Michael Muther für einen „überfälligen“ Neubau.

Synchron mit Spendern, Ehrenamtlichen und engagierten Mitwirkenden stach Muther am Freitag den Spaten in den Boden. Immerhin rund 4000 Stunden wollen die Ehrenamtlichen in den Bau stecken, indem sie die Wände weißeln, den Boden legen, putzen oder die Außenanlagen anlegen. Den Rest übernehmen rund zehn einheimische Handwerksfirmen. Die Arbeiten überwacht der Architekt Sigi Speyerer.

„Wir haben viel gelernt - vor allem Geduld“

Bis zum Beginn war es ein langer Weg – knapp drei Jahre Planung, viel Rechnerei und Spendenaufrufe, die mittlerweile 75 000 Euro in die Vereinskasse gespült haben. 25 000 Euro sind noch notwendig, um das rund 500 000 Euro teure Ziegelhaus finanzieren zu können. Kassier Thomas Stremel denkt zurück: „Wir haben viel gelernt – vor allem Geduld.“ Vorsitzender Rebhan hätte das Projekt gerne schon Ende Sommer fertiggestellt und bezogen. Momentan geht Architekt Speyerer vom Jahresende aus, was der Vorsitzende als „diskrete Verzögerung, die man akzeptieren muss“ betitelte.

Muther lobte den Mut des Vorstands, denn „wer das alte Sporthaus kennt, weiß, dass es allerhöchste Zeit war“. Das Fußballhäuschen kannte Muther aus der Zeit, als er als Jugendlicher für den SC Weßling beim Eishockeyspiel dem Puck hinterherjagte. „Jetzt bin ich nur noch AH-Fördermitglied“, sagte der Rathauschef grinsend, der sich extra für das Foto den schwarzen Vereinskapuzenpulli mit dem Logo am Ärmel übergezogen hatte.

Den Spendern wird besonders gedankt

Den gibt es bei Geschäftsführerin Carola Palm zu kaufen. Sie sehnt die Fertigstellung mehr herbei als andere: Als Turnerin wegen des Gymnastikraums und als Geschäftsführerin wegen des gut beheizbaren Büros. Außerdem sollen eine moderne Umkleide, Waschküche und ein Stüberl für die Sportler entstehen. Möglich geworden sei das alles auch dank der Spender, deren Identität die Schriftführerin allerdings noch geheim hält. Bei ihnen bedanke man sich im Frühsommer mit einem Richtfest mit Musik, Essen und Getränken. Die kommende Jahreshauptversammlung dürfte im neuen Heim stattfinden.

Michèle Kirner

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