+
Die Freude ist riesig über das neue Vereinsheim: (v.l.) Bürgermeister Michael Sturm, sein Vorgänger Michael Muther, Thomas Stremel, Catherine Müller (beide Vorstand SC), Architekt Sigmund Speyrer, Carola Palm (Vorstand SC), Zweiter Bürgermeister Sebastian Grünwald, Dr. Henrik Rebhan und Claudia Bruns (beide Vorstand SC).

Einst eine „schimmelige muffige Bruchbude“

SC Weßling mit neuem Vereinsheim: „Wunderschöner geht es nicht“

Der SC Weßling hat ein neues Schmuckstück. Das jüngst fertiggestellte Vereinsheim ist multifunktional, energieautark und bietet neben einem 90-Quadratmeter-Saal auch jede Menge Platz für Vereinsbesprechungen, Sanitäreinrichtungen sowie das Geschäftsstellenbüro.

Weßling – Zufrieden erinnert sich Dr. Henrik Rebhan heute an das einstmals auf dem Gelände befindliche marode Sportlerhäusl. „Eine schimmelige muffige Bruchbude. Es hat geblasen, wenn man den Kids beim Fußball zugeschaut hat“, so der Vorstand des SC Weßling. Vor vier Jahren startete der Sportverein erste Überlegungen zu einem Neubau. Am Mittwoch führte Rebhan nun Bürgermeister Michael Sturm, Altbürgermeister Michael Muther sowie weitere Interessierte durch geschickt verwebte 300 Quadratmeter Grundfläche.

„Wunderschöner geht es nicht“, schwärmt Planer Clemens Pollok. „Die Kunst war, den Vereinsbereich, den Saal und das Büro auf 300 Quadratmetern zu realisieren. Wir haben viele Synergien geschaffen und Doppelnutzungen“, erklärt der Architekt. Der Sanitärbereich mit sechs großzügigen Duschen ist teilweise von innen und von außen begehbar, der komplett verglaste Aufenthaltsraum lädt schon jetzt zu gemütlichen Runden ein und schafft zugleich freien Blick auf den Fußballplatz. Die frisch bezogene Geschäftsstelle hat neben einer Galerieempore auch Büro-Nostalgie zu bieten. Beim Anblick von Pfarrer Anton Brandstetters Tisch bleibt Gemeinderat Peter Weiß nicht ungerührt: „Da hab‘ ich schon gebeichtet.“ Besonders stolz ist Claudia Bruns auf den Technikraum. „Unser Schatzkästlein“, sagt die Schriftführerin des Vereins, die in den vergangenen Monaten nahezu täglich auf der Baustelle war und nach dem Rechten sah. Sie erklärt, dass der SC Weßling sich mit der topmodernen hauseigenen Fotovoltaikanlage komplett selber mit Strom, Wasser und Heizenergie versorgt. „Es ist so kalkuliert, dass abends 30 Leute duschen können.“ Freiräume schafft vor allem der große Spiegelsaal, der laut Bruns mit Yoga, Kindertanz oder Move „eigentlich fast schon voll gebucht ist“.

Seit nunmehr vier Wochen läuft der Probebetrieb. Thomas Stremel, Schatzmeister beim SC Weßling, freut sich über die neugewonnene Unabhängigkeit in Sachen Platz: „Das, was wir früher in den Pfarrstadl ausgelagert haben, können wir jetzt zurückholen.“ Auch Bürgermeister Sturm ist zufrieden: „Es ist schön geworden. Es passt zu dem, was der Sportverein braucht. Keine ganz günstige Lösung.“ Die Baukosten von rund 780 000 Euro hat die Gemeinde mit Zuschüssen und Bürgschaften für Darlehen tatkräftig mit angeschoben. Auf den letzten Schliff des neuen Vereinsheims warten jetzt vor allem die Außenanlagen. „Die sollen schleunigst fertig werden, damit wir uns den Boden im Vereinsheim nicht kaputtmachen“, mahnt Rebhan. 

Nilda Höhlein

Lesen Sie auch:

Statt erwarteten 6 Millionen klingeln heuer rund 10,8 Millionen Euro Gewerbesteuer in der Kasse der Gemeinde Weßling. Das rettet auch den Schulhausneubau. Kämmerer Sebastian Görlitz rät dennoch zu Vorsicht.

Die Erdbeobachter aus Oberpfaffenhofen: Unternehmen baut Satelliten für Klimawandel-Analyse

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Verwirrung um Wohnhaus im Biergarten
Ein Einfamilienhaus im Biergarten der „Alten Linde“ in Wieling: Dieser Bauantrag hat den Feldafinger Bauausschuss etwas verunsichert. Nach Meinung des …
Verwirrung um Wohnhaus im Biergarten
SARS-CoV-2: Zwei neue Fälle am Donnerstag
Die Lage in der Corona-Pandemie im Landkreis Starnberg bleibt unsicher. Am Donnerstag stieg die Zahl um zwei Fälle.
SARS-CoV-2: Zwei neue Fälle am Donnerstag
Jenseits des Cabrio-Champagner-Klischees
Man zeigt, was man hat: Gestern hat die gwt ihre neue Homepage mit potenziellen Filmkulissen im Landkreis vorgestellt. Die soll Filmschaffenden aber nicht nur bei der …
Jenseits des Cabrio-Champagner-Klischees
Alkoholverbot an Starnberger See-Promenade? Kiosk-Betreiber schreibt Brandbrief an den Stadtrat: „Wenn das kommt...“
An der Uferpromenade des Starnberger Sees könnte ein Alkoholverbot eingeführt werden. Ein Kioskbetreiber wehrt sich nun heftig - und zeigt auf, was das eigentliche …
Alkoholverbot an Starnberger See-Promenade? Kiosk-Betreiber schreibt Brandbrief an den Stadtrat: „Wenn das kommt...“

Kommentare