Pfarrer Anton Brandstetter segnete das neue Fahrzeug: einen BMW X3, der zum Ersthelfer-Auto ausgebaut worden. Die Anschaffung wurde aus Spenden finanziert. foto: svj

First-Responder-Auto

Neues Fahrzeug: Schnell wie die Feuerwehr

Weßling - Die Feuerwehren in Weßling freuen sich über ein neues Fahrzeug - suchen aber noch dringend Freiwillige.

Sie sind schnell unterwegs, eiligst vor Ort und immer da, wenn es brennt: Die Feuerwehren der drei Weßlinger Ortsteile gehen für die Bürger auch regelmäßig durch das sprichwörtliche „Feuer“. Seit 2006 leisten die Ehrenamtlichen auch mit dem First-Responder-Auto Erste Hilfe. 

Das Projekt wird ausschließlich über Spenden finanziert. Am Sonntag segnete der katholische Pfarrer Anton Brandstetter den neuen zum Ersthelfer-Auto ausgebauten Wagen. Anschließend konnten es Spender und Interessierte bei Kaffee und Kuchen im neuen Feuerwehrhaus besichtigen.

First-Responder-Auto: 120 Einsätze pro Jahr

Ab 15 Uhr strömten die Bürger in den Saal und bestaunten das rund 47 000 Euro teure Fahrzeug und dessen Inhalt. Aufgeklappt lag der Notfallrucksack für Erwachsene aus. Im Modell für Kinder war auch alles vertreten, nur viel kleiner – inklusive dem Teddy zum Beruhigen. 

„Der leistet gute Dienste“, weiß der technische Leiter der First Responder (FR), Korbinian Schöpp. Seit ein paar Monaten ist das Fahrzeug nun schon im Einsatz und rückt pro Jahr im Durchschnitt 120 Mal aus. „Tendenz steigend“, betont der Vorstand der Feuerwehr, Günther Schöpp.

Auf Abruf bereit: 20 Fahrer des Erste-Hilfe-Autos

Wieder einmal retten die Wehren mit ihrem freiwilligen Einsatz also Leben. Längst reicht ihr Aufgabengebiet weit über das Feuerlöschen hinaus. „Unsere erste Aufgabe ist die Rettung von Menschen“, erinnert der zweite technische Leiter des FR, Daniel Penzl. Und die etwa 20 Fahrer des Erste-Hilfe-Autos werden bei Bedarf hinzugerufen, wenn aus der Gemeinde ein Notruf eingeht. Damit leisten sie überlebenswichtige Hilfe, bekräftigt der ärztliche Leiter, Dr. med. Joseph Puchner. 

Der Anästhesist sieht darin eine bedeutende Ergänzung zum Notarzt. Denn die Helfer sind innerhalb weniger Minuten vor Ort. Und eine schnelle Wiederbelebung kann über Leben und Tod entscheiden. Denn: „Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand ist das Gehirn mit Sauerstoff unterversorgt.“ Die Ehrenamtlichen sind durch eine 100-Stunden-Grundausbildung und laufende Weiterbildungen optimal geschult.

Dringend gesucht: Freiwillige für den First Responder

Das Auto finanziert haben viele kleine Spenden. Oft kommt es vor, dass die Betroffenen sich später mit einem finanziellen Beitrag für den ehrenamtlichen Einsatz bedanken. „Wir brauchen dringend noch Freiwillige für den First Responder“, schließt Korbinian Schöpp das Gespräch. Interessierte melden sich bitte bei der Freiwilligen Feuerwehr Weßling unter Telefon (0 81 53)9 08 98 40.

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