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Einsatzkräfte der Werksfeuerwehr kümmern sich bei der Übung um den Brand des Flugzeugs und die Rettung der vier Insassen. Insgesamt waren mehr als 100 Helfer im Einsatz.
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Oberpfaffenhofen Übung
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Einsatzkräfte der Werksfeuerwehr kümmern sich bei der Übung um den Brand des Flugzeugs und die Rettung der vier Insassen. Insgesamt waren mehr als 100 Helfer im Einsatz.
Oberpfaffenhofen Übung
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Einsatzkräfte der Werksfeuerwehr kümmern sich bei der Übung um den Brand des Flugzeugs und die Rettung der vier Insassen. Insgesamt waren mehr als 100 Helfer im Einsatz.
Oberpfaffenhofen Übung
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Einsatzkräfte der Werksfeuerwehr kümmern sich bei der Übung um den Brand des Flugzeugs und die Rettung der vier Insassen. Insgesamt waren mehr als 100 Helfer im Einsatz.
Oberpfaffenhofen Übung
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Einsatzkräfte der Werksfeuerwehr kümmern sich bei der Übung um den Brand des Flugzeugs und die Rettung der vier Insassen. Insgesamt waren mehr als 100 Helfer im Einsatz.

Sonderflughafen

Notlandung mit verheerenden Folgen: Bilder einer spektakulären Übung

Bei einer Übung haben der Sonderflughafen Oberpfaffenhofen, Feuerwehren und Rettungsdienste am Samstag für die Katastrophe geübt, die hoffentlich nie eintritt. Beobachter waren zufrieden.

Oberpfaffenhofen – Es war ein Displayflug, eine Art Rundflug über den Sonderflughafen. Dann ging etwas schief: Die Do 328 verlor rapide an Höhe. Die Maschine streifte einen Hubschrauber auf dem Flugfeld, an dem Mechaniker arbeiteten und zwang einen Flughafenmitarbeiter mit seinem Auto zum Ausweichen – der überschlug sich mit dem Wagen neben der Rollbahn. Schließlich krachte die Do 328 auf den Boden, blieb aber in einem Stück. Feuer brach aus, sowohl am Helikopter als auch an der Do. Es gab ein Dutzend Verletzte. Sowas will niemand erleben, die EDMO als Flughafenbereiberin in Oberpfaffenhofen nicht, und die Rettungsdienste und Feuerwehren auch nicht. Es passierte trotzdem – als Übung.

Einmal im Jahr müssen Flughäfen für den Notfall üben und unter Beweis stellen, dass sie einem Unglück gewachsen sind. Das gilt auch für den einzigen Sonderflughafen Deutschlands in Oberpfaffenhofen, wie Norbert Leidl vom Luftamt Süd erklärt. Er gehörte am Samstag zu den Beobachtern der Übung, ebenso wie Kreisbrandrat Markus Reichart oder Ralf Purkart vom Landratsamt. Die EDMO übt alle zwei Jahre real, dazwischen in der Theorie. Das Szenario hatte es in sich und war nicht nur Übung für die Flughafenfeuerwehr, sondern auch für die Wehren der Umgebung und den Rettungsdienst.

Löschen und retten der Verletzten aus der Do 328 war Aufgabe der Flughafenfeuerwehr. Die Maschine selbst war eine Trainingsmaschine für Monteure und nicht zum ersten Mal Kulisse für eine solche Übung. Michael Sziedat aus Kochel, Feuerwehrmann und mit seiner Firma Spezialist für Übungsdarstellungen, sorgte mit Qualm und Rauch für ein gutes Stück Realismus – junge Ehrenamtliche aus Weilheim, teils furchterregend geschminkt, mimten lautstark die Verletzten und machten den Feuerwehrlern die Rettung aus dem verrauchten Flugzeug nicht gerade leicht. Die Leitung des gesamten Einsatzes hatte Alois Vogt als Chef der Werksfeuerwehr.

Der Rumpf eines Bell-Helikopters diente als Kulisse an der zweiten Einsatzstelle, und manches an ihm war seltsam: Er war mit Playboy-Häschen (Bunny) beklebt und hatte innen rosafarbene Vorhänge. Die Erklärung: Er diente bisher als Theaterkulisse. Im Hubschrauber lagen Verletzte, auch dort musste ein Feuer gelöscht werden – das übernahm die Feuerwehr Gilching mit ihrem neuen großen Tanker und der Löschkanone. Die scherzhaft „Bunny“-Abschnitt genannte Einsatzstelle war Aufgabenfeld der Freiwilligen Feuerwehren. Die Weßlinger und die Oberpfaffenhofener kümmerten sich um den eingeklemmten Fahrer des Pkw und schnitten ihn aus dem Wrack. Ein „Opfer“ war unter dem Wagen eingeklemmt. Die Ehrenamtlichen halfen auch, die Verletzten aus dem Wrack zu holen. Insgesamt waren rund 50 Feuerwehrleute im Einsatz.

Für den Rettungsdienst stellte die Verletztenzahl eine besondere Herausforderung dar – es musste „gesichtet“ werden. Dabei prüft ein Team Schwere und Art der Verletzungen und teilt sie in Klassen mit Farben ein. Grün steht für „leicht verletzt und gehfähig“, Rot beispielsweise für „schwer verletzt, sofortige Behandlung“. Nachdem einige „Mechaniker“ sich abseits des Hubschraubers nahe der Landebahn in Sicherheit gebracht hatten, war die Einsatzstelle ausgedehnt. Sechs Schnelleinsatzgruppen (SEG) hatte das BRK im Einsatz, für Transport, Behandlung und Kommunikation – insgesamt 30 Helfer unter Leitung von Zugführer Daniel Penzl.

Die Bilanz der Übung fiel positiv aus. Das Luftamt war hoch zufrieden: Überdurchschnittlich und realitätsnah, stellte Norbert Leidl fest, die EDMO agiere „sehr vorbildlich“. Als professionell stuften auch die Flughafen-Verantwortlichen das Vorgehen der Hilfskräfte ein. Reichart zufolge waren Vorgehen und technisches Niveau erwartet hoch, doch habe man Schwächen bei der Kommunikation entdeckt. „Das müssen wir verbessern“, sagte er nach der Übung. Details werden noch ausgewertet – so auch, warum es bei der Alarmierung der Freiwilligen Feuerwehren eine kleine Verzögerung gab. Der Rettungseinsatz lief nach Einschätzung von Maximilian Ostertag von der Kreisfachdienstleitung SAN des BRK „sehr gut“, zumal die Helfer nicht wussten, was auf sie zukommt.

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