Schon wieder die „Homejacker“-Bande?

Einbrecher klauen Autoschlüssel und düsen mit Luxus-Sportwagen davon

Schon wieder sind Unbekannte in ein Haus im Landkreis Starnberg eingebrochen und haben den Schlüssel zu einem teuren Auto gestohlen, während der Besitzer (63) schlief. 

Weßling – Wie Andreas Aichele vom Polizeipräsidium Oberbayern Nord berichtet, suchten der oder die Täter im Erdgeschoss am Dienstag ganz gezielt nach dem Schlüssel des Sportwagens, der in einem Carport vor dem Anwesen abgestellt worden war. Das Opfer bemerkte erst am nächsten Morgen gegen 8 Uhr, dass Einbrecher und seinem Haus waren und das Auto verschwunden ist. 

Die Polizei hat zwar die Vermutung, dass auch hier wieder die so genannte „Homejacking“-Bande zugeschlagen hat. „Schlussendlich können wir das nach derzeitigem Kenntnisstand aber auch nicht belegen“, so Aichele. In den vergangenen Monaten gab es mehr als zehn Fälle in den Landkreisen Starnberg und Landsberg/Lech, in denen die Täter immer nach dem selben Muster vorgingen: erst das Haus auskundschaften, dann nachts, wenn alle schlafen, einbrechen, den Schlüssel nehmen und wegfahren. Sogar die Tochter von Harry Valérien gehörte bereits zu den Opfern.

Handwerker in Verdacht

Womöglich hat die Polizei aber dieses Mal eine Spur. Am Tag vor dem Einbruch habe sich ein reisender Handwerker beim späteren Opfer gemeldet und dem Dachausbesserungsarbeiten angeboten. Dabei habe der Handwerker angemerkt, dass ihm der weiße Mercedes-Sportwagen (SL 63 AMG), der einen Wert von rund 100 000 Euro hat, sehr gefallen würde. „Womöglich hat dieser Mann das Grundstück ausgekundschaftet“, so der Sprecher des Polizeipräsidiums. 

Daher werden nun Zeugen gesucht: „Wenn er auch an 20 anderen Häusern geklingelt hat – womöglich auch welchen, wo nur ein alter Golf vor der Tür stand – dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er nichts mit der Tat zu tun hat“, erklärt Aichele. Weßlinger, bei denen am Montag ebenfalls der besagte reisende Handwerker vorstellig geworden ist, werden gebeten, sich unter Tel.: (0 81 41) 61 20 zu melden. 

So können sich Autobesitzer schützen

Doch wie kann man sich vor der „Homejacking“-Bande schützen? „Teure Autos nach Möglichkeit in einer festverschlossenen Garage parken und so verhindern, dass sie ausgespäht werden können“, so Aichele. Auch der Einbau eines weiteren Ortungssystems abseits des Navis könne bei der Aufklärung sehr hilfreich sein

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