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Soll reduziert werden: Der massenhafte Verkehr auf der Weßlinger Hauptstraße.

Verkehr

Tempo 30 für Hauptstraße

Tempo 30, Verkehrszählung, Bedarfsumleitung - teilweise bahnen sich in Sachen Verkehr in Weßling Fortschritte an, teilweise wird es schwierig.

Weßling – Tempo 30 könnte in Teilen der Weßlinger Hauptstraße schon im Oktober Wirklichkeit werden. Das besagt ein Schreiben des Landratsamtes vom 4. September. Demnach obliegt der Gemeinde offiziell die Hoheit über die ehemalige Staatsstraße. „Das bedeutet, dass die Gemeinde Tempo 30 aufgrund der Straßenverkehrsordnung beurteilen muss“, erklärte Landratsamt-Sprecher Stefan Diebl auf Anfrage.

Muther: „Müssen Stellungnahme der Polizei einholen“

Dabei kommt der Gemeinde eine Änderung der Straßenverkehrs-Ordnung vom Dezember zugute. Demnach sollen „schwächere Verkehrsteilnehmer“ wie Kinder und Senioren besser geschützt werden. Damit entfallen einige strenge Auflagen – etwa, dass erst ein Unfallschwerpunkt nachgewiesen werden muss, bevor die Geschwindigkeit reduziert werden kann. 

Im März bereits stellte der Arbeitskreis „Mobil&Lebenswert“ einen Antrag auf Tempo 30 im Bereich der Arztpraxis und dem altersgerechten Wohnen bei der Abzweigung in die Grünsinker Straße. „Jetzt müssen wir noch eine Stellungnahme der Polizei einholen“, gab Bürgermeister Michael Muther in der jüngsten Gemeinderatssitzung bekannt. Darüber hinaus wird ein Antrag für einen Fußgängerüberweg in Höhe der Einmündung des Fußweges „Hans-Schottenhammel-Gasserl“ und der Arztpraxis bearbeitet.

Auswertung der Verkehrszählung wird schwierig werden

Unterdessen läuft auf der Hauptstraße eine Verkehrszählung. Das Ergebnis soll mit dem vom Vorjahr verglichen werden. Erste Zahlen liegen bereits vor, wie Vizebürgermeister Michael Sturm auf Nachfrage bestätigt. Die seien aber noch nicht vergleichbar. „Das Messgerät vor einem Jahr hat zum Beispiel die Autos nicht gezählt, sobald sie die zehn Stundenkilometer unterschritten haben.“ Damit fiel der Schleichverkehr in Stauzeiten aus der Zählung. Das gemeindeeigene Messgerät wiederum erfasst jedes Fahrzeug bei jeder Geschwindigkeit, sodass die neuen Zahlen teilweise sogar höher seien als 2016. Das Resultat soll laut Muther in einer Oktobersitzung feststehen.

Ein Sorgenkind ist noch die Bedarfsumleitung, denn die Regierung von Oberbayern prüft, bei einer Sperrung der A 96 den Verkehr durch Weßling umzuleiten. Dagegen wehrt sich die Gemeinde und verweist auf die autobahnbegleitende Straße von Gilching bis zur Einfahrt Weßling. Die Unterführung sei nicht hoch genug, begründete die Regierung damals. „Wir haben die Autobahnbrücke vermessen und lassen ein Gutachten erstellen“, sagt Vizebürgermeister Sturm. Das Ergebnis sehe gut aus für Weßling.

Von Michèle Kirner

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