Die Weßlinger Umfahrung: Die Gemeinden Weßling und Wörthsee hätten gerne eine Unterführung für Radler und Fußgänger, damit diese nicht weiter nördlich die Staatsstraße queren.
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Die Weßlinger Umfahrung: Die Gemeinden Weßling und Wörthsee hätten gerne eine Unterführung für Radler und Fußgänger, damit diese nicht weiter nördlich die Staatsstraße queren.

Für Radler und Fußgänger

Unterführung für Umfahrung

Wer von Weßling nach Wörthsee wandern oder radeln möchte, nimmt entweder Umwege in Kauf, oder muss die Staatsstraße queren. Schon länger steht daher der Bau einer Unterführung zur Diskussion. Weßlings Räte befassten sich am Dienstagabend mit dem Thema.

Weßling – Auf Weßlings 3,3 Kilometer langen Umfahrung wurden für die Frösche 42 Durchgänge gegraben. Das ist auch gut so. Weniger erfreulich für Spaziergänger und Radfahrer ist jedoch, dass der beliebte Wanderweg vom Weßlinger Sportplatz nach Steinebach von der neuen Staatsstraße jäh unterbrochen wird. Der Kreiswander- und Wirtschaftsweg von Steinebach und Weßling wurde weiter südlich mit einer Brücke über die neue Staatsstraße geführt. Nun soll zu der Überführung eine Unterführung hinzukommen. Schon 2019 fanden diesbezüglich Gespräche zwischen den beiden Komunen und dem Staatlichen Bauamt Weilheim statt. „Dabei wurde vereinbart, dass die beiden Gemeinden eine Unterführung für Fußgänger und Radfahrer über kommunale Sonderbaulast realisieren werden und das Bauamt die Gemeinden bei Beantragung, Planung und Erstellung technischer Angaben unterstützen wird“, hieß es dazu in der Sitzungsvorlage.

Sonderbaulast bedeutet nichts anderes, als dass die Kommune die Kosten trägt. „Abzüglich möglicher Förderungen durch den Freistaat“, betont Bürgermeister Michael Sturm. Das Staatliche Bauamt habe schon seine Zustimmung signalisiert, sagte er. Die Umsetzung wäre freilich im Rahmen des Baus der Umfahrung einfacher gewesen, wirft Sturm ein. „Man hätte den Planfeststellungsbeschluss relativ leicht ändern können“, so seine Meinung. In seinen Augen seien aber zu diesem Zeitpunkt die Fronten zwischen Weilheim und Weßling bereits ziemlich verhärtet gewesen. „Jeder hat seine Position zu stark vertreten.“ Einer pro Unterführung, der andere kontra.

Aber wie heißt es so schön: Gut Ding will Weile haben. Einstimmig beauftragten Weßlings Räte am Dienstagabend die Verwaltung, die damit einhergehenden Kosten zu ermitteln und die rechtliche Seite zu klären, Denn bisher war das Projekt auch daran gescheitert, dass der Weg nicht gewidmet war. Sind alle Fragen geklärt, beratschlagt nochmals der Gemeinderat. Ziel jedoch ist, das Vorhaben so bald wie möglich umzusetzen.

Die Gemeinde Wörthsee ist an einer Unterführung an besagter Stelle ebenfalls stark interessiert, wie Wörthsees Bürgermeisterin Christel Muggenthal im Gespräch mit dem Starnberger Merkur gestern bestätigte. Die sportliche Bürgermeisterin wandert regelmäßig auf dem Waldweg in die Nachbargemeinde, wo sie am See dann ein Eis genießt. Sie nutzt dabei ebenfalls den Feldweg, der an einer Lücke in der Leitplanke endet, beziehungsweise dann um 100 Meter versetzt auf der Gegenseite weitergeht. „Beim Queren denke ich mir immer: Wird schon gutgehen.“ Doch sie wundere sich auch, dass an der Stelle noch nichts passiert sei. „Zum Glück ist die Straße nicht so stark befahren.“ Muggenthal kann sich an erste Gespräche mit dem damaligen Weßlinger Bürgermeister Michael Muther und dem Staatlichen Bauamt Weilheim gut erinnern, auch im Gemeinderat sei eine Lösung für diese Stelle schon Thema gewesen. Ob und inwiefern sich die Kommune Wörthsee an der Unterführung beteiligen werde, „das hängt von den Plänen und Kosten ab“.

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