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Rund 60 Zuhörer lauschten im Pfarrstadel den Ausführungen ihres Bürgermeisters Michael Muther. 

Kommunalpolitik

Abschiedsabend mit Dauerbrennern

Es war seine letzte Bürgerversammlung: Weßlings Bürgermeister Michael Muther legte am Montagabend vor rund 60 Zuhörern Rechenschaft ab.

Weßling – Es war seine letzte Bürgerversammlung: Weßlings Bürgermeister Michael Muther legte am Montagabend vor rund 60 Zuhörern Rechenschaft ab. Bei der Kommunalwahl im März 2020 tritt er nicht mehr an. Der Unmut der Bürger über die Weßlinger Umfahrung lässt indessen nicht nach.

Los ging es jedoch mit ein paar Zahlen. Etwa den 6 Millionen Euro Gewerbesteuereinnahmen, oder den 4,8 Millionen Euro, die die Bürger an Einkommenssteuer zahlen. Derzeit leben in Weßling rund 5600 Einwohner. 62 Mitarbeiter betreuen derzeit 384 Kinder in Hort, Kindergarten und Mittagsbetreuung. Im Containerdorf leben 130 bis 140 Asylbewerber, vornehmlich aus Afghanistan, aber auch aus Syrien und Nigeria.

Aufgrund der seit 2017 um 20 auf 74 angestiegenen Bauanträge rechnet Muther langfristig mit einem höheren Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen – ein Bedarf, den die Verwaltung in Zukunft besser im Auge behalten will. Dies versprach Muther zumindest einem Zuhörer, der kritisierte, dass Anfang des Jahrs plötzlich 27 Plätze gefehlt hatten (wir berichteten). Diese wurden unter anderem im Maria-Magdalena-Haus geschaffen. Die auf etwa vier Millionen Euro gestiegenen Personalkosten erklärte Muther damit, dass die Gemeinde die Kinderbetreuung nicht fremdvergebe. Ausnahme sei der Kindergarten Sonnenblume. Schulden musste die Gemeinde heuer laut Muther nicht aufnehmen. Angesichts von Projekten wie dem Schulhausneubau, der Schaffung von Wohnraum oder der Gestaltung der Hauptstraße aber werde sie voraussichtlich ein Darlehen aufnehmen müssen.

Ein Problem bleibt der Verkehr. Insgesamt hat dieser laut Muther um 30 Prozent zugenommen. „Jeder versucht, um die Autobahn herumzukommen, die täglich verstopft ist“, erklärte dies Muther. Auch die Umfahrung bleibt ein Thema. Dr. Gerhild Schenck-Heuck vom Bund Naturschutz beklagte, dass im Rahmen der Amphibien-Zählung „viele Tiere umgekommen sind“. Zudem habe das Staatliche Bauamt Weilheim die Mängel an den Amphibiendurchgängen sowie Bepflanzung für die Hüpferlinge noch nicht behoben. Muther beschrieb diesbezüglich einen zermürbenden Briefwechsel mit der Behörde, der in der Aussage gipfelte, man kümmere sich drum „und die Gemeinde soll sich raushalten“. Die gute Nachricht war, dass die Kosten für die Nachbesserungen nicht an der Gemeinde hängenbleiben.

Eine neue Hoffnung gibt es für Spaziergänger und Jogger: Ein jäh an der Umfahrung endender Weg könnte möglicherweise via Leichtmetallbrücke auf der anderen Seite in Richtung Wörthsee weitergeführt werden. Der Gemeinderat Wörthsee hat in dieser Richtung bereits einen Vorstoß unternommen und auch Muther konnte sich eine derartige Lösung vorstellen.

Kurz ging es auf Anfrage von Franz Leitner um den Ortsbildbeirat. Dass die Arbeitsgruppe, die aus der Agenda-Gruppe hervorgegangen war, an jeden Montag vor der Bauausschusssitzung öffentlich tage, war Leitner neu. „Das sollte öffentlich gemacht werden“, meinte der Weßlinger.

Michèle Kirner

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