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So soll sie aussehen, die neue Schule in Weßling.

Grundschule Weßling

Eigener Bushalt für neue Schule?

Die Planungen für die neue Grundschule in Weßling laufen auf Hochtouren. In der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend bekamen die Zuschauer eine Idee davon, wie weit das Projekt bereits fortgeschritten ist.

Weßling – Johanna Minks vom Planungsbüro Dragomir stellte den Bebauungsplan vor. Christoph Brenner vom Büro „lab landschaftsarchitektur brenner“ beschäftigte sich mit der Freiflächenplanung, also den Flächen rund um Schulhaus, Vereinsheim und Sporthalle. In anhaltenden Debatten rangen die Gemeinderäte um die beste Lösung.

Schulbus und Parken: Hartnäckige Diskussionen löste die neue Variante der Bushaltestelle aus. Neben der ursprünglichen Idee einer Ein- und Ausstiegsmöglichkeit an der Hauptstraße wird darüber nachgedacht, die Haltestelle auf dem Schulparkplatz unterzubringen – durch einen direkten Abzweig von der Hauptstraße. Nach dem Halt könnte der Bus in einer Schleife wieder zurück auf die Straße fahren.

Der Vorteil der neuen Variante sei, dass die Kinder im geschützten Bereich auf dem Schulgelände ein- und aussteigen, sagte Brenner. Zudem könne der Bus auf einem separaten Platz länger stehen bleiben – und die Sportler nach Unterrichtsende die Busspur zum Parken nutzen. Der Straßenplaner prüft neben beiden diskutierten Optionen auch, ob an der Straße eine zusätzliche Haltestelle für den öffentlichen Nahverkehr eingerichtet werden kann.

Freiraumplanung: Für den Pausenhof präsentierte Brenner eine Lösung mit drei unterschiedlich begrünten „Inseln“ mit Klettergeräten, Schulgarten und Schatten spendenden Bäumen in einer Asphaltfläche. Clemens Pollok (Grüne) empfand den Entwurf als zu städtisch und wünschte sich mehr Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse von Weßlings Naturkindern.

Peter Weiß (FW) wiederum war der Weg zu den Fahrradabstellflächen um das Nebengebäude herum zu weit. Die Kinder würden ihre Räder eher neben dem näher gelegenen Treppenaufgang zum Hof ins Gebüsch werfen, um einen kürzeren Weg zu nehmen, befürchtete er. Weiß schlug vor, an Stelle des Gebüschs die Fahrradständer zu platzieren. Eine der Hausaufgaben, die Brenner mit nach Hause nahm.

Bebauungsplan:Der an die bestehenden Architekturpläne angelehnte Bebauungsplan kam im Gremium größtenteils gut an. Eine Anregung gab es von Roland von Rebay (parteilos), der daran erinnerte, dass die Schule erfahrungsgemäß irgendwann erweitert werden müsse. „Wir sollten den Bebauungsplan so gestalten, dass bei Bedarf eine Maximalbebauung möglich ist“, sagte er. Von Rebay erinnerte an die Variante, die Parkflächen bei Bedarf in Ständerbauweise mit Schulflächen zu überbauen. Pollok wünschte sich derweil einen größeren Bauraum für das Vereinsheim.

Benedikt Wunderl (FW) hatte die Umwelt im Blick. Er hätte das Parkareal gerne mit Solar überdacht. Petra Slawisch (Grüne) wollte in diesem Sinne die diskutierte Nahwärmeversorgung für Schule und Anlieger integriert haben.

Verkehrsführung: Weiterer Planungen bedarf auch die von Michael Sturm (FW) erläuterte Verkehrsführung am Steinebacher Weg und Meilinger Weg sowie die geplante Einmündung in die Hauptstraße. Andreas Lechermann (CSU) kritisierte erneut die künftige Beschränkung der Unterführung am Steinebacher Weg auf Fußgänger und Radfahrer. Das hatte der Gemeinderat beschlossen, um den Schülerverkehr vom landwirtschaftlichen und Anliegerverkehr zu trennen.

Sturm wies darauf hin, „dass der Hol- und Bringverkehr dann über die Hauptstraße und nicht mehr über den Meilinger Weg Süd stattfindet“. Dieser sei nämlich nur noch ein Fuß- und Radweg.

Michèle Kirner

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