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Umgeben von köstlichen Backwaren, Kuchen und Leckereien: Karin Meisenzahl in ihrem neuen Amselcafé an der Hauptstraße in Weßling. 

Ein Hauch von Frankreich an der Hauptstraße

In Weßling gibt es ein neues Café: Karin Meisenzahl bietet köstliche Kuchen an, und die Bäckerei Zobel liefert Semmeln und Brot. 

VON MICHÈLE KIRNER

Weßling – Im Weßlinger Amselcafé geht es zu wie im Taubenschlag. Die Kuchen verschwinden fast so schnell wieder aus der Vitrine, wie Ladeninhaberin Karin Meisenzahl (30) sie backen kann. Den Mohnkuchen mit Johannisbeeren, den die Konditorin aus der Backstube in das kleine, stilvolle Café trägt, nimmt die anwesende Kundin augenblicklich in ihre Einkaufsliste auf. Es herrscht neues Leben in der früheren Filiale der Seefelder Bäckerei Zobel: Karin Meisenzahl hat in Weßling ein neues Café eröffnet.

Der lichtdurchflutete Raum ist kaum wiederzuerkennen. Auf ihre Frühstückssemmel müssen die Weßlinger dennoch nicht verzichten, denn Ernst Zobel beliefert das Café in der Hauptstraße 19 mit Brot, Brezen und Semmeln. Die Croissants und Pain-au-Chocolat werden vor Ort gebacken – mit echter Schokolade und aus selbstgeknetetem Teig. Die Rezepte reichen von Traditionellem wie Obst- oder Käsekuchen und Quarktaschen bis zu ausgefallenen Eigenkreationen wie Baiser und Rote-Beete-Schokoladentorte, die begeisterte Abnehmer finden, wie Meisenzahl berichtet. Auch für Rezeptideen von Kunden sei sie offen, so die junge Bäckerin. Zutaten wie Eier stammten nach Möglichkeit aus der Region. Und Fertigbackmischungen seien absolut tabu.

Eingezogen ist die 30-Jährige Mitte März inmitten der Coronakrise – und hat Glück gehabt: „Weil wir Bäckereiprodukte verkaufen, durften wir trotzdem öffnen“, berichtet sie. Mit Umbauarbeiten bekam die Räumlichkeit ein neues Aussehen. Auf dem Fischgrätparkett hebt sich die Verkaufstheke aus Eichenholz ab. Gezimmert habe diese ihr Freund, der Schreiner sei, erzählt Meisenzahl. Das helle Entree trägt ebenfalls seine Handschrift genauso wie die Backtische, die sie einst aus ihrem Stockdorfer Lehr- und Ausbildungsbetrieb vor dem Recyclinghof gerettet hat. Ein Tisch steht in der Backstube, auf dem anderen liegt ein kleines, feines Sortiment an Geschenkartikeln wie Leinentischtücher, Brotkörbe und selbst gemachte Marmeladen.

Selbstständig habe sie schon immer werden wollen, sagt Meisenzahl. Dass sie sich einmal als Konditorin in einem Café wiederfinden würde, hätte sie nach dem Abitur allerdings nicht gedacht. Während ihres Studiums erkannte sie, dass „ich meinen Beruf begreifen muss“. Die Leidenschaft sei ihr trotz der harten Arbeitsbedingungen erhalten geblieben. Ihr Tag beginnt um 6 Uhr mit dem Schnippeln von Gemüse und Früchten und dem Rühren von Kuchenteig, den sie anschließend in den Ofen schiebt.

Der Duft von Gebackenem dringt bis nach draußen, wo die Besucher den Espresso genießen oder in ihr Croissant beißen. Die Szene erinnert unweigerlich an mediterrane Straßencafés, was vielleicht an Meisenzahls längeren Aufenthalt in Italien und Südfrankreich liegt. Die angebotenen Tartes sind quasi ein Mitbringsel aus Frankreich.

In naher Zukunft steht das Frühstück mit frisch gepresstem Orangensaft auf der Speisekarte des Amselcafés. Mit in der silbernen Siebträgermaschine gebrühtem Kaffee oder Filterkaffee aus einem Gerät aus den 1950er Jahren. Für Menschen mit Laktoseunverträglichkeit schäumt das Personal Hafer- oder Mandelmilch. Den Laden schmeißt Meisenzahl derzeit mit zwei Mitarbeiterinnen. „Ich bin auf der Suche nach einer weiteren Konditorin“, sagt sie.

Geöffnet ist das Amselcafé in der Hauptstraße 19 in Weßling dienstags bis sonntags jeweils von 8 bis 17 Uhr.

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