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Bereit für den Wahlkampf: (sitzend v.l.) Dr. Michael Geyer, Lukas Erlacher, Nils u nd Felix Wütherich, (nicht im Bild) Ursula Mussgnug-Kempmann-Hirsch, (stehend v.l.) Petra Strodl, Michael Finkenzeller, Bürgermeisterkandidat Klaus Ebbinghaus, Birgit Kastl, Claus Angerbauer, Titus Samson, Mark Weigand und (nicht im Bild) Shahram Shahangi. 

Kommunalwahl 2020 in Weßling

Klaus Ebbinghaus kandidiert

Ein weiterer Kandidat für das Bürgermeisteramt in Weßling wirft seinen Hut in den Ring. Als langjähriger Gemeinderat bringt Klaus Ebbinghaus viel Erfahrung in der Lokalpolitik mit. 

Weßling – Klaus Ebbinghaus zieht für Weßlings „SPD und Freie“ als Bürgermeisterkandidat in den Wahlkampf. „Gereift ist der Gedanke am Strand in Kroatien“, sagt der 54-Jährige. Zu diesem Zeitpunkt sei er bereits mehrfach auf eine mögliche Kandidatur angesprochen worden. Nachdem seine beiden Töchter mit 18 und 20 Jahren erwachsen sind, fand er den Zeitpunkt günstig – und warf am Mittwochabend in der Aufstellungsversammlung im Wirtshaus Il Plonner offiziell seinen Hut in den Ring. „Der Vorstand hat sich einstimmig für ihn ausgesprochen“, sagte Ortsvorsitzender Dr. Michael Geyer.

In der Gemeinde aufgewachsen, ist Ebbinghaus vor knapp zehn Jahren für Dr. Manfred Miosga in den Gemeinderat nachgerückt. Sollte er nächstes Jahr zum Nachfolger von Amtsinhaber Michael Muther zum Bürgermeister gewählt werden, hat er große Ziele, etwa im Umwelt- und Klimaschutz. Am Herzen liege ihm die CO2-Reduktion in der Kommune, sagte er den 20 Anwesenden.

Ebbinghaus setzt Fokus auf Energieeffizienz

Der SPD-Mann bringt in dieser Hinsicht reichlich Erfahrung aus seiner 30-jährigen Tätigkeit als Gebäudemanager im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit. Im Fokus stehen für den Installationsmeister unter anderem die Heizungs- und die Sanitäranlagen, die energieeffizienter arbeiten sollen. Der Kandidat legt großen Wert auf eine energieeffizient gebaute Grundschule. Was den Verkehr angeht, so setzt Ebbinghaus auf eine „drastisch ausgebaute“ Verkehrsüberwachung und auf die Zusammenarbeit mit den benachbarten Gemeinden. Überhaupt wolle er verstärkt die Landkreisbürgermeister mit ins Boot nehmen, etwa beim Ausbau von Fahrradwegen.

Am Dauerbrenner Rückbau der Hauptstraße kommt auch Ebbinghaus nicht vorbei. Die auf der Ortsdurchfahrt installierten Inseln sieht er kritisch und strebt unter anderem einen Fahrradweg an. Ebenso anpacken möchte er die neuen Fahrradständer am Bahnhof. Und das unabhängig davon, ob die Bahn den behindertengerechten Ausbau umsetzt. In Sachen Kinderbetreuung hat er eine Bedarfsanalyse in kürzeren Abständen im Sinn. „Damit haben wir mehr Zeit, die notwendigen Plätze sicherzustellen.“ Ebenso unter den Nägeln brennt ihm bezahlbarer Wohnraum. Im Visier hat Ebbinghaus die Wohnbauförderung und die Gebäude, die nach der Fertigstellung der neuen Schule frei werden. Dem Jugendhaus soll eine Sozialpädagogin neuen Schwung verschaffen – und Asylhelfer Stefan Troberg versprach er seine Unterstützung für die Geflüchteten. „Ich freue mich auf die Herausforderung“, sagte Ebbinghaus.

So sieht die Liste für die Gemeinderatswahl aus:

Nach der Kür des Bürgermeisterkandidaten stimmten die Anwesenden auch über ihre Liste für die Gemeinderatswahl ab. Ergebnis: 1. Klaus Ebbinghaus, 2. Claus Angerbauer, 3. Birgit Kastl, 4. Lukas Erlacher, 5. Petra Strodl, 6. Wolfgang Waechter, 7. Manuel Friedl, 8. Marc Weigand, 9. Michaela Ritter, 10. Felix Wütherich, 11. Senada Göpfert, 12. Titus Samson, 13. Nils Wütherich, 14. Karin Endesfelder-Angerbauer, 15. Peter Schönberger, 16. Michael Finkenzeller, 17. Ursula Mussgnug-Kempmann-Hirsch, 18. Dr. Michael Geyer, 19. Lisa Mörtl, 20. Shahram Shahangi.

von Michèle Kirner

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