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Die Hauptstraße soll attraktiver werden. 

Weßling

Mehr Baurecht an der Hauptstraße

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Der Weßlinger Bauausschuss beschäftigte sich in seiner jüngsten Sitzung mit der Hauptstraße der Gemeinde. Dort sollen fünf Wohn- und Geschäftshäuser möglich sein - bisher waren nur vier im Bebauungsplan vorgesehen. 

Weßling – Die Hauptstraße in Weßling ist nach wie vor ein Sorgenkind. Noch immer ist nicht so viel Verkehr aus der Ortsmitte verschwunden, wie sich Gemeinde und Anlieger das seit Eröffnung der Westumfahrung erhoffen. Dazu tun sich große Baulücken und Leerstände auf. Ungeachtet dessen arbeitet die Gemeinde daran, entlang der Hauptstraße neue Planungen zu ermöglichen.

So lag dem Grundstücks- und Bauausschuss jetzt der Bebauungsplan „Hauptstraße Flurnummern 169/170“ zur Beratung vor. Das Gebiet auf der südlichen Seite der Hauptstraße bei der Einmündung der Gautinger Straße umfasst unter anderem das Elektro-Reik-Geschäft. Nach dem einstimmig gefassten Beschluss sollen dort künftig insgesamt fünf Wohn- und Geschäftshäuser möglich sein. Der bisherige Bebauungsplan sieht maximal vier Gebäude vor. Zu den Zielen der Planung gehöre eine „Neuordnung der an die Hauptstraße angrenzenden Baukörper zur besseren Fassung des Straßenraums bei Berücksichtigung des derzeitigen Bestands“, erklärte Architektin Johanna Minks vom Münchner Büro Dragomir Stadtplanung. Auch eine Erhöhung des Baurechts bei in etwa gleichbleibenden Grundflächen zähle dazu.

Alle Häuser bekommen ein symmetrisches Satteldach

So kamen die Planer auf eine Grundfläche der fünf Gebäude von maximal 1190 m² – 50 m² mehr als nach den bisherigen Planungen. Drei Häuser, zwei davon parallel zur Hauptstraße gelegen, dürfen drei Geschosse und eine Wandhöhe von maximal neun Meter haben. Die beiden anderen Gebäude sind zweigeschossig mit maximal sieben Meter Wandhöhe. Alle Häuser erhalten ein symmetrisches Satteldach mit einer Neigung zwischen 16 und 22 Grad. Mindestens 23 Stellplätze sollen in Tiefgaragen entstehen, die von der Hauptstraße aus angefahren werden und deren Rampen in die Gebäude zu integrieren sind. Darüber hinaus sind 13 oberirdische Stellplätze im Hof vorgesehen. Eine geschlossene Front zur Hauptstraße soll es nicht mehr geben. Der rückwärtige Bereich wird begrünt, bestehende Bäume sollen nach Möglichkeit erhalten werden – wenn nicht, sind Ersatzpflanzungen vorgeschrieben.

Der Erhalt des Gehwegs sei gesichert

Der Erhalt des bestehenden Gehweges auf Privatgrund für die Allgemeinheit sei gesichert, betonte Minks, die von einer „maßvollen Nachverdichtung“ sprach. Über die Anzahl der Wohnungen und der Geschäfte machte die Planerin keine Angaben. Da bei allen Gebäuden aber ein Lichteinfallswinkel von 45 Grad eingehalten werde, seien „gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse“ gesichert. Eine inhaltliche Aussprache zu den Überlegungen fand im Ausschuss nicht statt. Die dürfte folgen, wenn sich Öffentlichkeit, Behörden und Träger öffentlicher Belange damit auseinandergesetzt haben.

Mit dem Grundsatzbeschluss beauftragten die Gemeinderäte die Verwaltung, den Plan auszulegen. Bürgermeister Michael Muther geht bereits davon aus, dass „wir bestimmt Einwendungen und Verbesserungsvorschläge erhalten“. Der Bebauungsplan gehört in eine Reihe von Plänen zur Entwicklung der Weßlinger Hauptstraße. Für das Areal des ehemaligen Gasthofs Zur Post ist ein solcher bereits beschlossen.

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