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Er gewann schließlich den ersten Wanderpokal: Sandy Heidinger (l.) befördert Frederic Gautsch von der Planke. 

Fischerstechen

Sandy Heidinger gewinnt den ersten Wanderpokal

Das war eine Gaudi: Hunderte Schaulustige verfolgten das Fischerstechen des SC Weßling auf dem Weßlinger See. Erstmals vergab der Verein einen Wanderpokal. 

Weßling – Fischerstechen in Weßling, das ist ein bisschen auch schönster Ausnahmezustand. Der ganze Ort war auf den Beinen, und die Zuschauerplätze in der ersten Reihe beim Kiosk am See waren hart umkämpft. Jeder wollte ganz nah dran sein, als die insgesamt 32 Starter am Sonntagmittag damit begannen, ihre Gegner mit Stangen auf einer wackeligen Planke knapp oberhalb der Wasserlinie zu attackieren. Auch das Wetter spielte mit und sorgte für eine großartige Kulisse.

Organisiert wurde die Veranstaltung von der Skiabteilung des SC Weßling unter Leitung von Abteilungsleiter Niklas Rebhan. „Es ist erst das zweite Fischerstechen, das unabhängig von dem einstigen Spiel ohne Grenzen stattfindet“, erklärte Georg Reik, Vize-Abteilungsleiter der Skiabteilung. Die Organisatoren konnten sich über Hunderte Besucher freuen.

Die Teilnehmer des Wettkampfes bewiesen nicht nur Mut, sondern scheuten auch bei ihrer Kostümauswahl keine Mühe. Gondoliere, Captain Jack Sparrow und die wildesten Perücken waren zu sehen. Die Blaskapelle Weßling sorgte für Musik, und für alle, die sich zwischendurch stärken mussten, gab es Weißwürste. Die Stimmung war friedlich und fröhlich, aber auf dem See, da wurde hart gekämpft. Bei strengen Regeln: Kopfstöße sind verboten, die Markierung auf der Planke darf nicht übertreten werden und es darf mit dem Stab natürlich nur gestoßen, nicht geschlagen werden.

Der erst 15-jährige Nico Blumberger war bei diesem Fischerstehcen der jüngste Teilnehmer, der sich in den Kampf wagte. Er konnte sich in der ersten Runde nach leichten Startschwierigkeiten sogar durchsetzen. „Wie ein Phönix, der sich aus der Asche erhebt“, jubelte Moderator Reik. Nach der zweiten Runde war es dann aber leider vorbei mit der Pracht.

Die drei Besten des Tages waren Alexander (allen bekannt als Sandy) Heidinger, Frederic Gansch und Simon Remoundos. Im kleinen Finale standen sich die Brüder Simon und Niklas Remoundos auf den Planken gegenüber. Simon hielt sich dort oben länger und landete damit auf Platz drei.

Im großen Finale nahmen sich Sandy Heidinger und Frederic Gansch ins Visier. Das Publikum fieberte mit. Wer fällt als erster? Wer hat den besseren Ruderer, die besseren Nerven, das bessere Gleichgewicht? Schließlich beförderte Heidinger seinen Herausforderer unter Jubel und Applaus von der Planke in den See. Sein Name wird nun den Wanderpokal zieren, den der SC Weßling erstmals vergeben hat. Die Worte des Siegers nach dem anstrengenden Kampf: „Ich war die letzten Jahre schon dabei und wurde immer Erster, Zweiter oder Dritter. Jetzt war es mal wieder Zeit für einen Sieg.“ Er werde jetzt erst mal den Vorjahressieger anrufen, der gerade in der Schweiz und daher nicht dabei gewesen sei. „Ich werde ihm von meinem Erfolg erzählen.“  

kap

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