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Weßlings neuer Bürgermeister und seine Stellvertreter: Michael Sturm (FW, Mitte), Sebastian Grünwald und Petra Slawisch (beide Grüne).

Stellvertreterposten fest in grüner Hand

In Weßling fand die konstituierende Sitzung des Gemeinderats statt. Zweiter und Dritter Bürgermeister sind jeweils Grünen-Politiker.

Weßling – Trotz Maskenpflicht und Sicherheitsabstand gab es in der konstituierenden Sitzung des Weßlinger Gemeinderats am Dienstagabend im Pfarrstadel auch feierliche Momente: Nämlich, als die 67-jährige Dr. Birka Camerer (Grüne) als ältestes Ratsmitglied dem neuen Bürgermeister Michael Sturm den Eid abnahm, und als sich die neuen Ortsvertreter erhoben und Gesetzestreue schworen. Im Anschluss wählte die neue Ratsrunde Sebastian Grünwald (Grüne) zum Zweiten Bürgermeister. Für das mit monatlich 450 Euro dotierte Amt nehme er sich eineinhalb Tage pro Woche frei, erklärte der Oberpfaffenhofener.

Gleich drei Freiwillige stellten sich zur Wahl des Dritten Bürgermeisters, der mit monatlich 250 Euro entschädigt wird: Christina Mörtl-Diemer (CSU, Rasso von Rebay (FW) und Petra Slawisch (Grüne). In der Stichwahl unterlag Mörtl-Diemer der Grünen-Gemeinderätin Slawisch.

Dann ging es an die Besetzung neuer Ausschüsse. Die Wege in den Gemeinderat sollen kürzer werden. Die Arbeitskreise Mobil und Lebenswert und auch die Schulhausgruppe wurden aufgelöst und in die Ausschüsse Umwelt, Klimaschutz, Energie und Mobilität beziehungsweise Kindertagesstätten und Bildung integriert. Einzig der Arbeitskreis Ortsbild und Ortsentwicklung bleibt bestehen. Die Mitglieder bekommen im Bauausschuss und im Gemeinderat Rederecht, aber kein Stimmrecht. Dasselbe gilt für den Ausschuss für Ortsentwicklung und Kommunalaufgaben, der allerdings erst in der Juni-Sitzung beschlossen werden soll. Die Aufgaben müssten noch klarer vom Bauausschuss abgegrenzt werden, begründete Sturm die Verzögerung.

Ganz neu ist auch der Sonderausschuss, der in kleiner Runde „leichte Entscheidungen“ (Sturm) beschließt. Denn die Verwaltung ist dazu angehalten, so wenige Sitzungen wie möglich abzuhalten. „Der Gemeinderat kann den Sonderausschuss wieder aufheben, wenn er nicht mehr benötigt wird“, erklärte Sturm. Mit dem Mitwirken von Beiräten in den Ausschüssen löst Sturm einen Teil seines Wahlversprechens ein, die Bürger mehr in die Beschlüsse einzubinden. Zusätzlich eingebunden ist auch Sturm, denn die Räte genehmigten ihm 6,5 Stunden pro Woche für eine Nebentätigkeit in seiner Firma qinno, um der neuen Geschäftsleitung bei Bedarf und ohne Prokura zur Seite stehen zu können.

Auch die Referate wurden vergeben und sind nun wie folgt besetzt: Umwelt und Natur Peter Weiß (FW); Klima und Energie: Sebastian Grünwald (Grüne); Mobilität und Verkehr: Gerhard Hippmann (Grüne); Kinderbetreuung: Dr. Birka Camerer (Grüne); Jugend: Rasso Rebay von Ehrenwiesen (FW); Soziales: Claus Angerbauer (SPD); Ortsbild und Ortsentwicklung: Petra Slawisch (Grüne); Kultur: Brigitte Weiß (Grüne), Gewerbe: Christina Mörtl-Diemer (CSU); Liegenschaften: Christian Zollner (FW); Sport: Lukas Erlacher (SPD); Vereine: Martin Deuflhart (CSU).

Michèle Kirner

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