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Erst 2016 eröffnet und schon beschädigt: Wegen Bodenwellen gilt auf der Weßlinger Umfahrung Tempo 70. 

Weßlinger Umfahrung

Tempo 70 wegen Bodenwellen

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Die Weßlinger Umfahrung wurde erst im November 2016 eröffnet, nun befinden sich im gesamten Streckenbereich Bodenwellen. Autofahrer müssen nun mit gedrosseltem Tempo fahren.

Weßling – Nichts als Ärger mit der Weßlinger Umfahrung. Diesmal geht es aber mal nicht um Amphibien: Wasserdampf unter dem Asphalt hat auf der erst im November 2016 eröffneten Straße im gesamten Streckenbereich Bodenwellen verursacht. Bis auf Weiteres gilt daher Tempo 70.

„Die Blasenbildung begannt etwa ein Jahr nach Eröffnung der Umfahrung“, berichtet Rafael Zuber vom Staatlichen Bauamt in Weilheim. „Anfang dieses Jahren haben wir dann stellenweise eine Sanierung durchgeführt.“ Doch die Blasen kehrten zurück. „Die Ursache kennen wir nicht“, so Zuber. Offensichtlich sei an mehreren Stellen Wasser eingeschlossen. Bei Hitze bilde sich ein Überdruck und Wasserdampf, der nicht entweichen könne. Wie es zu dem Wassereinschluss komme, habe man noch nicht herausgefunden. 

Das Staatliche Bauamt und Baufirma versuchen das Problem zu beheben

Gemeinsam mit der verantwortlichen Baufirma arbeite man an einer Lösung. „Zu der Höhe des Schadens lässt sich aber jetzt noch nichts sagen.“ Die Gefahr von so genannten Blow-ups, bei denen die Straße plötzlich reißt, besteht nicht – die Blow-ups treten nur bei Betonfahrbahnen auf. Allerdings können sich zwischen den Bodenwellen bei Regenfällen Wasserlachen bilden, die Aquaplaning verursachen. „Aus diesem Grund gilt Tempo 70“, erklärt Zuber. Schäden dieser Art an neuen Straßen seien nicht üblich. „Normalerweise kommt sowas nicht vor.“

Seit ihrer Entstehung sorgt die Weßlinger Umfahrung für Schlagzeilen. Dabei geht es meistens um die Situation der Amphibien, für die 42 Durchlässe gebaut wurden. Denn die Straße führt durch wichtige Lebensräume der Tiere. Diese allerdings nehmen die Durchlässe nicht so gut an, wie vorgesehen.

Die Weßlinger hatten sich 2012 bei einem Bürgerentscheid für den Bau der Straße in Sonderbaulast ausgesprochen. Die 3,3 Kilometer lange Trasse kostete 10,2 Millionen Euro.  

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